Meldungen

Immer mehr Reichtum für wenige

Der neue Gleichheitsmonitor des Denknetzes zeigt, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich auch in den letzten Jahren geöffnet hat. Die Corona-Pandemie und die durch Krieg und Spekulation verursachte Inflation scheinen die Ungleichheit noch zu verstärken. Von Hans Baumann und Robert Fluder.

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Putins Krieg und die Schweizer Linke

So einig war sich die Linke friedens-, aussen- und sicherheitspolitisch schon lange nicht mehr. Das gemeinsame Handeln von SPS, Grünen, GSoA gegen den Tarnkappenbomber F/35 und die gemeinsame Klimafonds-Initiative von SPS und Grünen sind ein Ausdruck davon. Aber die politische Übereinstimmung geht weit darüber hinaus. Die linksgrüne Einheit baut auf die grossen Klima- und Friedensmobilisierungen sowie auf die überparteilichen Diskussionen in deren Rahmen. Dabei spielte die Wochenzeitung über die Deutschschweiz hinaus eine vitale Rolle. Am wichtigsten wurde die WoZ in den Tagen und Wochen nach Putins Überfall auf die Ukraine. Von Josef Lang.

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Der Mindestlohn in Europa

Wie können wir in Europa Tieflöhne bekämpfen und die Einkommensungleichheit reduzieren?
Der Mindestlohn ist wieder in aller Munde. Nach der verlorenen Abstimmung von 2014 auf eidgenössischer Ebene gelang es den sozial-fortschrittlichen Kräften in mehreren Kantonen (Genf, Neuenburg, Jura, Tessin, Basel-Stadt) gesetzliche Mindestlöhne in Volksabstimmungen durchzusetzen. Was tut sich in Deutschland? Führte die flächendeckende Einführung von 12 Euro pro Stunde zu Massenarbeitslosigkeit, wie sie von neoklassischen Ökonomen vorhergesagt wurde? Was tut sich in der Europäischen Union? Gibt es Grund zur Hoffnung, dass es hier einen Paradigmenwechsel in der Arbeitspolitik gibt? Und welchen Einfluss hat auf all das die Inflation? Darüber spricht Andreas Rieger mit Thorsten Schulten. Andreas Rieger ist europäisch engagierter Gewerkschafter, Denknetz-Mitglied und ehemaliger Unia-Co-Präsident. Thorsten Schulten ist europaweit Spezialist in Sachen Mindestlohn. Er leitet das WSI-Tarifarchiv der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung und lehrt als Honorarprofessor an der Universität Tübingen.

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Inflation, Versorgungskrisen, Staatsinterventionen

Lockdowns, der Ukrainekrieg und die Folgen der Klimaerhitzung für die Landwirtschaft sorgen für Engpässe bei essenziellen Gütern wie Nahrungsmittel, Energieträger und Halbfabrikaten. Erdöl-Konzerne und Handelsfirmen nutzen dies, um enorme Sonderprofite zu erzielen. 2021 und 2022 sind das je mehrere Tausend Milliarden US-Dollar. Dies führt zu hohen Inflationsraten und zu enormen Lasten für die Bevölkerungen und für die übrige Wirtschaft. Die verfehlte Politik der Zentralbanken verschärft das Problem. Die Staaten sind zu massiven Interventionen gezwungen. Von Beat Ringger.

Website | PDF | Denknetz-Dossier zur Inflation

Pflegen grenzenlos

Migrantinnen aus Zentral- und Osteuropa als Betreuerinnen älterer Menschen in Privathaushalten

Wenn Menschen älter werden, sind sie vermehrt auf Betreuung angewiesen. Der grösste Teil dieser Arbeit wird nach wie vor von Angehörigen erbracht. Mit der heutigen hohen Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern, den unvorhersehbaren Arbeitszeiten und weiten Pendelwegen fehlen jedoch in immer mehr Familien die Zeitressourcen dafür. In dieser Situation bringen sich vermehrt kommerzielle Agenturen ins Spiel. Diese vermitteln Frauen aus Zentral- und Osteuropa, die als sogenannte „Live-ins“ für eine bestimmte Zeit in den Haushalten der älteren Menschen wohnen, dort putzen, waschen und kochen, bei der Körperhygiene helfen und für die Betagten rund um die Uhr verfügbar sind. Nach einigen Wochen oder Monaten kehren sie in ihre Herkunftsländer zurück und nehmen nach einem Unterbruch von einigen Wochen oder Monaten ihre Arbeit im Schweizer Haushalt wieder auf. Was heisst es, als Betreuerin in einem Senior:innenhaushalt zu leben und zu arbeiten? Wie war das während der Corona-Pandemie? Welche Bedeutung haben die jüngsten Gerichtsentscheide in diesem Arbeitsfeld und wie kämpfen die Care-Arbeiter:innen selber für eine Verbesserung ihrer Situation? Diese Fragen erörtern Sarah Schilliger und Karin Schwiter, die sich seit Jahren mit dem Thema befassen, im Gespräch mit Ruth Gurny

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Boden – Wohnen – Leben: Markt, Profit und Gegenwehr im Fall nicht vermehrbarer Güter

Montag | 12.12.2022 | 19:00 Uhr – 20:30 Uhr
Zentrum Karl der Grosse | Saal | Kirchgasse 14 | Zürich

Der Boden ist in den letzten Jahren zu einem zunehmend wichtigen und politisch umkämpften Gut geworden. Verkommt der Boden zum Investitions- und Spekulationsobjekt für das globale Kapital, explodieren die Wohnpreise, was wiederum zu sozialen Verdrängungen führt. Dagegen formiert sich Widerstand. Den ersten Teil des Abends widmen wir der Volksinitiative «Deutsche Wohnen & Co enteignen», die mit 57,6 % Ja-Stimmen in Berlin einen spektakulären Erfolg verzeichnen konnte – aktuell aber auch mit Schwierigkeiten bei der Umsetzung zu kämpfen hat. Darüber berichtet Kalle Kunkel, aktiv in der Initiative «Deutsche Wohnen & Co enteignen». Anschliessend widmet sich ein Podium der Zürcher Häuserbewegung der 1980er-Jahre und der Frage, welche Inhalte und Ziele Mieter:innen heute bewegen und mobilisieren könnten. Vernissage des Denknetz-Jahrbuches mit Ruth Gurny, Philippe Koch, Kalle Kunkel, Hannes Lindenmeyer, Nina Schneider und Pascal Zwicky.

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Krieg in der Ukraine: Die Linke im Stresstest

Die Linke hat ein Problem: Eine militärische Gross- und Atommacht startet einen Angriffskrieg gegen ein unterlegenes Land – und es sind nicht die USA. Obschon sich auch in der Schweiz die offiziellen Stellungnahmen der linken Bewegung in ihrer grossen Mehrheit klar auf die Seite der Ukraine stellen, ist das Unbehagen in der Linken spürbar, europaweit. Warum fiel die Reaktion auf die Eskalation bei einigen so verhalten aus? Warum besteht Verunsicherung und Unsicherheit? Welche Positionierungen lassen sich feststellen? Weshalb gibt es gegensätzliche Meinungen? Von Urs Fankhauser.

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Wie gewinnt die Linke Mehrheiten?

Ungleichheit, Teuerung, Krieg, Klimaerhitzung: Die Linke ist gefordert wie lange nicht mehr. Der Wille, die vielfältigen Krisen unserer Zeit anpacken zu wollen, ist oftmals vorhanden. Doch mit wenigen Ausnahmen schafft es die (westliche) Linke nicht, die dazu nötigen Mehrheiten zu gewinnen. Weshalb wird linke Politik von einem grossen Teil der Bevölkerung nicht als überzeugende und glaubwürdige Alternative wahrgenommen? Dieser Frage widmete sich das Denknetz an einer Veranstaltung Mitte September in Bern. Nach einem Inputreferat von Loren Balhorn (Redakteur bei Jacobin Deutschland) diskutierten Anja Gada (Aktivistin beim Klimastreik und GSoA-Sekretärin), Chris Kelley (Co-Leiter Sektor Bau Unia) und Rebekka Wyler (Co-Generalsekretärin der SP Schweiz) unter der Leitung von Pascal Zwicky (Geschäftsführer Denknetz) über die Herausforderungen, die sich für die Linke heute stellen.

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Ist eine Neuorientierung der Sozialpolitik umsetzbar?

Ruth Gurny (Co-Autorin «Für alle und für alle Fälle») und Francesco Laruffa (Universität Bremen) diskutieren mit SP-Nationalrätin Barbara Gysi und dem Zürcher Stadtrat Raphael Golta darüber, wie eine progressive Sozialpolitik umgesetzt werden kann. Moderiert wurde die Debatte von Pascal Zwicky, Geschäftsführer des Denknetz. Das Referat wurde im Rahmen der Denknetz-Tagung «Neuorientierung der Sozialpolitik: Perspektiven und Sicherheit für alle» vom 3. September 2022 gehalten.

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«Für alle und für alle Fälle»

Ruth Gurny und Beat Ringger stellen das Denknetz-Buch «Für alle und für alle Fälle» vor, das deutliche Korrekturen in der Sozial-, Bildungs- und Migrationspolitik verlangt. Der Grundsatz dabei lautet: Die Sicherung der Existenz ist ein Menschenrecht, das bedingungslos gelten muss. Das Referat wurde im Rahmen der Denknetz-Tagung «Neuorientierung der Sozialpolitik: Perspektiven und Sicherheit für alle» vom 3. September 2022 gehalten.

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Das Paradox der Sozialinvestition

Francesco Laruffa, Sozialwissenschaftler an der Universität Bremen, zeichnet in seinem Referat nach, wie und mit welchen Folgen sich das Investitionsparadigma im Sozialbereich etabliert hat. Er benennt Paradoxe und Dilemmata für die Linke. Und er skizziert eine Alternative, die sich am Capability-Ansatz von Amartya Sen und Martha Nussbaum orientiert. Das Referat wurde im Rahmen der Denknetz-Tagung «Neuorientierung der Sozialpolitik: Perspektiven und Sicherheit für alle» vom 3. September 2022 gehalten.

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Löcher im Netz der sozialen Sicherheit

Aline Masé, Leiterin Grundlagen und der Fachstelle Sozialpolitik bei Caritas Schweiz, gibt in ihrem Referat eine Übersicht zum System der sozialen Sicherheit in der Schweiz, zu den Löchern im sozialen Netz und zu den konkreten Folgen wie Armut und Ausgrenzung. Das Referat wurde im Rahmen der Denknetz-Tagung «Neuorientierung der Sozialpolitik: Perspektiven und Sicherheit für alle» vom 3. September 2022 gehalten.

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Aufstieg und Niedergang der Sozialdemokratie und der Parteien links von ihr

Die Sozialdemokratie hat in Europa in den letzten Jahrzehnten massiv an Gewicht verloren. In einigen Ländern ist sie für «tot» erklärt worden. Immer wieder war vom «Ende des sozialdemokratischen Zeitalters» die Rede. Verwundert wird jetzt jedoch konstatiert, dass Sozialdemokratische Parteien in einigen Ländern wieder zulegen. Parteien links der Sozialdemokratie versuchten vielerorts den freiwerdenden Raum auszufüllen. Dies gelang in einigen Ländern, in anderen erlitten sie ebenfalls Verluste. Weit verbreitet ist die Einschätzung, dass die jüngst erfolgreichen Grünen Parteien die Sozialdemokratie und die Parteien links von ihr verdrängt; oder aber den freiwerdenden Raum besetzt haben. Aber dies trifft nur auf wenige Länder zu. Wie sind diese Entwicklungen der linken Parteikräfte zu verstehen? Von Andreas Rieger.

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Gemeinsam Verantwortung wahrnehmen

Manchmal treibt die Realität seltsame Blüten: Am Sommerfest der «Weltwoche» spielt, auf Einladung des Verlegers und SVP-Nationalrats Roger Köppel, eine Reggae-Band aus dem alternativen Milieu, die einige Wochen zuvor ihr Konzert in einem linken Restaurant in Bern abbrechen musste, weil sich einige anonym gebliebenen Besucher:innen aufgrund der Rastas und der afrikanischen Kleider der weissen Bandmitglieder (Stichwort: Kulturelle Aneignung) unwohl gefühlt haben… Ist das Ganze mehr als nur eine tragisch-komische Anekdote? Ich befürchte schon. Von Pascal Zwicky.

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Ozeanrettung erfordert Postwachstumspolitik

Die Weltmeere stehen als Klimapuffer vor dem Burnout. Daran ist die Schweiz ökonomisch entscheidend beteiligt. Eine wirksame Klimapolitik erfordert deshalb eine Schweizer Ozeanstrategie, die einen klaren Kurs vorgibt: Business as usual mit technischen Retuschen reicht nicht, Suffizienz ist angesagt. Von Daniel Haller.

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Europapolitische Auslegeordnung von links

Das Ziel ist unbestritten: stabile Beziehungen zur EU. Wie genau diese Beziehungen aber ausgestaltet werden sollen, darüber wird in der Schweiz gerade wieder intensiv diskutiert. Auch innerhalb der Linken gibt es unterschiedliche Vorstellungen. Das Denknetz hat Daniel Lampart (SGB), Regula Rytz (GRÜNE) und Jon Pult (SP) gebeten, mit kurzen Texten zu einer europapolitischen Auslegeordnung beizutragen.

“Mehr Schutz und soziale Sicherheit in Europa” von Daniel Lampart
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“Wir wollen ein gerechtes, kein rechtes Europa!” von Regula Rytz
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“In drei Schritten nach Europa” von Jon Pult
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Der Ukraine-Krieg und die Schweiz

Der Krieg in der Ukraine wirft ein – erneutes – Schlaglicht auf globale gesellschaftliche Verhältnisse, die weder sozial noch wirtschaftlich noch ökologisch nachhaltig sind. Gerade auch die Schweiz als wichtige Drehscheibe des internationalen Rohstoffhandels und als sicherer Hafen für Gelder von Potentaten und Oligarchen aus autoritären Regimen steht in der Verantwortung. Welche Schlüsse muss die Schweizer Linke aus dem Krieg ziehen? Wie stellt sie sich zu den aufkeimenden Aufrüstungsdebatten, was bedeuten Neutralität und Pazifismus angesichts des russischen Angriffskriegs? Darüber haben Jo Lang (ehemaliger Nationalrat, Gründungsmitglied der GSoA), Annemarie Sancar (Programmbeauftragte für die Ukraine bei FriedensFrauen Weltweit) und Marionna Schlatter (Nationalrätin der Grünen ZH) an einer Denknetz-Veranstaltung im Juni diskutiert. Moderiert wurde die Debatte von der ehemaligen Denknetz-Präsidentin Ruth Daellenbach.

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Soziales Europa?

Die Europa-Frage beschäftigt die Schweiz und die Linke intensiv. Nach dem Scheitern des Rahmenabkommens geht die Diskussion um das Verhältnis der Schweiz zur EU weiter: Braucht es eine Neuauflage eines Rahmenabkommens, einen EWR- oder gar EU-Beitritt oder soll die Schweiz aktuell auf sektorielle Abkommen setzen? Gleichzeitig kristallisieren sich Konturen eines sozialen Europas heraus. Wo stehen wir also in Bezug auf ein soziales Europa? Was ist der beste Weg, um gute Löhne und Arbeitsbedingungen sowohl in der Schweiz als auch in Europa durchzusetzen? Und welchen Beitrag kann die Europäische Union zur Bewältigung der vielfältigen Krisen unserer Zeit leisten? Mit Kurt Pärli, Jon Pult, Regula Rytz, Christa Suter, Andreas Rieger.

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Die doppelte Aufrüstung

Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine hat mit der Schweiz wirtschaftlich sehr viel zu tun. Der Rohstoffhandel, die Oligarchengelder und Dual-Use-Exporte halfen Putin, die Kriegskasse zu füllen und die Kriegsmaschine auszurüsten. Menschlich hat der Krieg in der Bevölkerung eine erfreuliche Solidarität mit den ukrainischen Flüchtlingen ausgelöst. Militärisch aber hat die russische Invasion mit der Schweizer Armee wenig zu tun. Mauro Mantovani, Dozent an der ETH-Militärakademie, drückte es so aus: «Bildlich gesprochen halte ich das Risiko, dass die Russen jemals am Bodensee oder am Rhein aufmarschieren werden, für unwahrscheinlicher denn je.» (NZZ am Sonntag, 6.3.2022). Von Josef Lang.

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Zeitenwende! Zeitenwende?

Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine ist immer wieder von einer Zeitenwende die Rede, vom Ende pazifistischer Illusionen. Das Denknetz-Mitglied Fitzgerald Crain setzt sich in seinem Beitrag mit dem Begriff der Zeitenwende auseinander und blickt dabei auf die gerade heute aktuelle Geschichte der Friedensbewegung zurück. Er schliesst: “Die Idee einer Schweiz ohne Armee ist Putins wegen nicht überholt – im Gegenteil.” Von Fitzgerald Crain.

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Nachhaltiger Sozialismus

Wir leben in einer unübersichtlichen und durch tiefgreifende Krisen geprägten Zeit. Welcher analytische Zugang bringt uns weiter und worauf sollte der notwendige, gesellschaftliche Wandel abzielen? Klaus Dörre, Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Universität Jena, macht in seinem neuen Buch “Die Utopie des Sozialismus. Kompass für eine Nachhaltigkeitsrevolution” ein willkommenes Orientierungsangebot. Über seine Überlegungen spricht Dörre mit Denknetz-Geschäftsführer Pascal Zwicky.

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Vernissage Denknetz-Jahrbuch: Postwachstum

Am 7. Februar 2022 fand im vollen Kosmos in Zürich die Vernissage des Denknetz-Jahrbuchs 2021 zum Thema “Postwachstum?” statt. Nach einer kurzen Einführung durch Denknetz-Geschäftsführer Pascal Zwicky diskutierten unter der Leitung von Nationalrätin und Denknetz-Vorstandsmitglied Franziska Ryser die Jahrbuch-Autor:innen Klaus Dörre (Universität Jena), Ursina Eichenberger (Genossenschaft ortoloco), Hans Hartmann (Unia) und Irmi Seidl (Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL) über Auswege aus der kapitalistischen Wachstumsgesellschaft.

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Putins Krieg oder warum der grossrussische Chauvinismus die Ukraine besonders hasst

Die Nato trägt eine Mitverantwortung für den Aufstieg Putins. Aber für den Krieg gegen die Ukraine trägt Putin die Alleinverantwortung. Dahinter steckt ein grossrussischer Chauvinismus, der aufgeladen ist mit zaristischen und stalinistischen Erbschaften. Von Josef Lang.

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Arbeitszeitverkürzung – jetzt!

Die Verkürzung der Erwerbsarbeitszeit wird als politisches Thema wieder aktuell. Ob in den Gewerkschaften, der Klimabewegung, dem Frauenstreik oder den rot-grünen Parteien: Von der alten Forderung der Arbeiter:innenbewegung erhofft man sich eine ökologischere Lebensweise, eine gerechtere Aufteilung der Care-Arbeit und generell ein gutes Leben für alle. Arbeitszeitverkürzung als verbindendes Projekt der Linken? Darüber diskutieren die beiden Denknetz-Mitglieder Cédric Wermuth und Tamara Funiciello in diesem Denknetz-Fokus.

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46 lange Sätze zu Covid19

Am 30. Januar 2020 rief die Weltgesundheitsorganisation WHO die Staaten dazu auf, sich auf eine mögliche Pandemie mit weitreichenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen vorzubereiten. Am 11. März 2020 erklärte die WHO Covid19 zur Pandemie. In den darauffolgenden Wochen erlebte die Welt eine bislang unbekannte Welle von Lockdowns. Seither hält uns das Corona-Virus im Griff, und auch wenn nun einige gerne das Ende der Pandemie verkünden, sind die Ungewissheiten über den weiteren epidemiologischen Verlauf immer noch beträchtlich. Dennoch haben sich mittlerweile einige Nebel gelichtet, und es ist Zeit für eine kritische Bestandesaufnahme. Von Beat Ringger.

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Krieg in Äthiopien: Welche Perspektive für Frieden, Stabilität und Entwicklung?

Auf den ersten Blick stellt man sich die Frage: Wie ist es möglich, dass Äthiopien, das die Welt in den letzten zwei Jahrzehnten durch eine rasante wirtschaftliche Entwicklung und grosse Erfolge in der Armutsbekämpfung beeindruckte, nun tief in einen komplexen Bürgerkrieg verstrickt ist und sogar als Land auseinanderfallen könnte? Um eine Antwort zu finden, ist es wichtig, sowohl die Ereignisse der letzten vier Jahre als auch die weiter zurückliegenden historischen, politischen und ökonomischen Hintergründe zu verstehen. Die heutige Konfliktlage in Äthiopien macht zahlreiche Probleme sichtbar, mit denen Länder des globalen Südens zu kämpfen haben. Um daraus erfolgsversprechende Entwicklungsstrategien ableiten zu können, muss sich die Linke einigen zentralen politökonomischen Dilemmas stellen. Von Basil Oberholzer.

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Medien und Demokratie

Am 13. Februar 2022 findet die Abstimmung über das «Massnahmenpaket zugunsten der Medien» statt. Im aktuellen Denknetz-Fokus spricht Manuel Puppis, Professor für Medienstrukturen und Governance an der Universität Freiburg, mit Denknetz-Geschäftsführer Pascal Zwicky über diese demokratiepolitisch wichtige Vorlage, die Finanzierungskrise des Journalismus, den anspruchsvollen Umbau der SRG, die Regulierung globaler Plattformkonzerne und das viel zitierte Ideal der journalistischen Unabhängigkeit.

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Gemeinsam stark: Transformatorische Realpolitik

SP und Grüne wollen eine Klimafonds-Initiative lancieren. Das ist inhaltlich richtig und ein wichtiges Zeichen. Zur Bewältigung der grossen Herausforderungen unserer Zeit, für eine sozial-ökologische Transformation unserer Gesellschaft, muss die Linke am gleichen Strick ziehen. Das Denknetz versteht sich dabei als eine Plattform, welche die verschiedenen Bewegungen und Parteien über gemeinsame Debatten zusammenbringt und so zur notwendigen sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft beiträgt. Von Pascal Zwicky, Simon Rutz, Kathrin Ziltener, Ruth Daellenbach.

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Solidarität von unten gegen Spannungen von oben

Wie sind die gestiegenen Spannungen zwischen den USA und China, dem Westen und Russland einzuschätzen? Droht ein neuer Kalter Krieg? Wie soll die Linke darauf reagieren? Diese Fragen stellen sich immer dringender. Und ihre Antworten darauf fallen – wie auch die Artikel zum Schwerpunkt Internationalismus in der letzten Denknetz-Zeitung zeigen – höchst kontrovers aus. Nachfolgend eine Analyse aus universalistisch-emanzipatorischer Sicht. Von Josef Lang.

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Eine scheiternde Zivilisation

Fabian Scheidler ist Autor und Dramaturg. Zuletzt erschien sein Buch „Der Stoff, aus dem wir sind. Warum wir Natur und Gesellschaft neu denken müssen. Das Referat wurde im Rahmen der Denknetz-Tagung vom 20. November 2021 „Neue Normalität: Krise!?“ gehalten.

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Warum Klimaschutz nur funktioniert, wenn wir auf eine Art Kriegswirtschaft umstellen

Ulrike Herrmann ist Wirtschaftskorrespondentin der Tageszeitung „taz“ und Autorin. Sie ist ausgebildete Bankkauffrau und hat Geschichte und Philosophie studiert. Das Referat wurde im Rahmen der Denknetz-Tagung vom 20. November 2021 „Neue Normalität: Krise!?“ gehalten.

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Demokratie in Krisenzeiten

Das Podium fand im Rahmen der Denknetz-Tagung vom 20. November 2021 „Neue Normalität: Krise!?“ statt. Cédric Wermuth ist Co-Präsident der SP Schweiz und Nationalrat. Regula Rytz ist ehemalige Präsidentin der Grünen Schweiz und Nationalrätin. Ueli Mäder ist emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Basel und der Hochschule für Soziale Arbeit. Flavia Caroni ist Assistentin und Doktorandin am Lehrstuhl für Demokratieforschung und Public Governance an der Universität Zürich. Pascal Zwicky ist Geschäftsführer des Denknetz.

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Postwachstumsgesellschaft

Wir kennen es aus den Nachrichten: Wenn die Wirtschaft nicht wächst, läuft etwas schief. Doch wie wird das Wirtschaftswachstum eigentlich gemessen? Was geht dabei vergessen? Warum schadet ungebremstes Wirtschaftswachstum Natur und Mensch? Welche Wege und Alternativen gibt es – hin zu einer Postwachstumsgesellschaft? Diese Fragen diskutiert Franziska Ryser, Denknetz-Vorstandsmitglied und Nationalrätin (Grüne SG), mit Irmi Seidl, Leiterin der Forschungseinheit Wirtschaft- und Sozialwissenschaften der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL.

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Die grosse Wende in der Gewerkschaftsbewegung

Im kürzlich erschienenen Buch «Die grosse Wende in der Gewerkschaftsbewegung» beschreiben die beiden Autoren Vasco Pedrina und Hans Schäppi die historische Transformation der Gewerkschaftsbewegung in den 1980er und 1990er Jahren. Mit viel Herzblut und politischer Überzeugung schaffte es eine Allianz verschiedener linker Kräfte die Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI), später die Unia, zurück in eine kämpferische Organisation der Arbeitnehmenden zu wandeln. Wir schauen die grossen Fragen, die Erfolge und Hürden sowie die Widersprüche dieser prägenden Zeit an, welche den Grundstein für viele Kämpfe und Bewegungen von heute gelegt hat. Vasco Pedrina, ehemaliger Präsident der Gewerkschaft Bau und Industrie und ehemaliger SGB-Co-Präsident, im Gespräch mit Chris Kelley, Co-Leiter Sektor Bau der Unia.

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