Meldungen

Ist eine Neuorientierung der Sozialpolitik umsetzbar?

Ruth Gurny (Co-Autorin «Für alle und für alle Fälle») und Francesco Laruffa (Universität Bremen) diskutieren mit SP-Nationalrätin Barbara Gysi und dem Zürcher Stadtrat Raphael Golta darüber, wie eine progressive Sozialpolitik umgesetzt werden kann. Moderiert wurde die Debatte von Pascal Zwicky, Geschäftsführer des Denknetz. Das Referat wurde im Rahmen der Denknetz-Tagung «Neuorientierung der Sozialpolitik: Perspektiven und Sicherheit für alle» vom 3. September 2022 gehalten.

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«Für alle und für alle Fälle»

Ruth Gurny und Beat Ringger stellen das Denknetz-Buch «Für alle und für alle Fälle» vor, das deutliche Korrekturen in der Sozial-, Bildungs- und Migrationspolitik verlangt. Der Grundsatz dabei lautet: Die Sicherung der Existenz ist ein Menschenrecht, das bedingungslos gelten muss. Das Referat wurde im Rahmen der Denknetz-Tagung «Neuorientierung der Sozialpolitik: Perspektiven und Sicherheit für alle» vom 3. September 2022 gehalten.

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Das Paradox der Sozialinvestition

Francesco Laruffa, Sozialwissenschaftler an der Universität Bremen, zeichnet in seinem Referat nach, wie und mit welchen Folgen sich das Investitionsparadigma im Sozialbereich etabliert hat. Er benennt Paradoxe und Dilemmata für die Linke. Und er skizziert eine Alternative, die sich am Capability-Ansatz von Amartya Sen und Martha Nussbaum orientiert. Das Referat wurde im Rahmen der Denknetz-Tagung «Neuorientierung der Sozialpolitik: Perspektiven und Sicherheit für alle» vom 3. September 2022 gehalten.

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Löcher im Netz der sozialen Sicherheit

Aline Masé, Leiterin Grundlagen und der Fachstelle Sozialpolitik bei Caritas Schweiz, gibt in ihrem Referat eine Übersicht zum System der sozialen Sicherheit in der Schweiz, zu den Löchern im sozialen Netz und zu den konkreten Folgen wie Armut und Ausgrenzung. Das Referat wurde im Rahmen der Denknetz-Tagung «Neuorientierung der Sozialpolitik: Perspektiven und Sicherheit für alle» vom 3. September 2022 gehalten.

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Aufstieg und Niedergang der Sozialdemokratie und der Parteien links von ihr

Die Sozialdemokratie hat in Europa in den letzten Jahrzehnten massiv an Gewicht verloren. In einigen Ländern ist sie für «tot» erklärt worden. Immer wieder war vom «Ende des sozialdemokratischen Zeitalters» die Rede. Verwundert wird jetzt jedoch konstatiert, dass Sozialdemokratische Parteien in einigen Ländern wieder zulegen. Parteien links der Sozialdemokratie versuchten vielerorts den freiwerdenden Raum auszufüllen. Dies gelang in einigen Ländern, in anderen erlitten sie ebenfalls Verluste. Weit verbreitet ist die Einschätzung, dass die jüngst erfolgreichen Grünen Parteien die Sozialdemokratie und die Parteien links von ihr verdrängt; oder aber den freiwerdenden Raum besetzt haben. Aber dies trifft nur auf wenige Länder zu. Wie sind diese Entwicklungen der linken Parteikräfte zu verstehen? Von Andreas Rieger.

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Gemeinsam Verantwortung wahrnehmen

Manchmal treibt die Realität seltsame Blüten: Am Sommerfest der «Weltwoche» spielt, auf Einladung des Verlegers und SVP-Nationalrats Roger Köppel, eine Reggae-Band aus dem alternativen Milieu, die einige Wochen zuvor ihr Konzert in einem linken Restaurant in Bern abbrechen musste, weil sich einige anonym gebliebenen Besucher:innen aufgrund der Rastas und der afrikanischen Kleider der weissen Bandmitglieder (Stichwort: Kulturelle Aneignung) unwohl gefühlt haben… Ist das Ganze mehr als nur eine tragisch-komische Anekdote? Ich befürchte schon. Von Pascal Zwicky.

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Ozeanrettung erfordert Postwachstumspolitik

Die Weltmeere stehen als Klimapuffer vor dem Burnout. Daran ist die Schweiz ökonomisch entscheidend beteiligt. Eine wirksame Klimapolitik erfordert deshalb eine Schweizer Ozeanstrategie, die einen klaren Kurs vorgibt: Business as usual mit technischen Retuschen reicht nicht, Suffizienz ist angesagt. Von Daniel Haller.

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Europapolitische Auslegeordnung von links

Das Ziel ist unbestritten: stabile Beziehungen zur EU. Wie genau diese Beziehungen aber ausgestaltet werden sollen, darüber wird in der Schweiz gerade wieder intensiv diskutiert. Auch innerhalb der Linken gibt es unterschiedliche Vorstellungen. Das Denknetz hat Daniel Lampart (SGB), Regula Rytz (GRÜNE) und Jon Pult (SP) gebeten, mit kurzen Texten zu einer europapolitischen Auslegeordnung beizutragen.

“Mehr Schutz und soziale Sicherheit in Europa” von Daniel Lampart
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“Wir wollen ein gerechtes, kein rechtes Europa!” von Regula Rytz
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“In drei Schritten nach Europa” von Jon Pult
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Der Ukraine-Krieg und die Schweiz

Der Krieg in der Ukraine wirft ein – erneutes – Schlaglicht auf globale gesellschaftliche Verhältnisse, die weder sozial noch wirtschaftlich noch ökologisch nachhaltig sind. Gerade auch die Schweiz als wichtige Drehscheibe des internationalen Rohstoffhandels und als sicherer Hafen für Gelder von Potentaten und Oligarchen aus autoritären Regimen steht in der Verantwortung. Welche Schlüsse muss die Schweizer Linke aus dem Krieg ziehen? Wie stellt sie sich zu den aufkeimenden Aufrüstungsdebatten, was bedeuten Neutralität und Pazifismus angesichts des russischen Angriffskriegs? Darüber haben Jo Lang (ehemaliger Nationalrat, Gründungsmitglied der GSoA), Annemarie Sancar (Programmbeauftragte für die Ukraine bei FriedensFrauen Weltweit) und Marionna Schlatter (Nationalrätin der Grünen ZH) an einer Denknetz-Veranstaltung im Juni diskutiert. Moderiert wurde die Debatte von der ehemaligen Denknetz-Präsidentin Ruth Daellenbach.

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Soziales Europa?

Die Europa-Frage beschäftigt die Schweiz und die Linke intensiv. Nach dem Scheitern des Rahmenabkommens geht die Diskussion um das Verhältnis der Schweiz zur EU weiter: Braucht es eine Neuauflage eines Rahmenabkommens, einen EWR- oder gar EU-Beitritt oder soll die Schweiz aktuell auf sektorielle Abkommen setzen? Gleichzeitig kristallisieren sich Konturen eines sozialen Europas heraus. Wo stehen wir also in Bezug auf ein soziales Europa? Was ist der beste Weg, um gute Löhne und Arbeitsbedingungen sowohl in der Schweiz als auch in Europa durchzusetzen? Und welchen Beitrag kann die Europäische Union zur Bewältigung der vielfältigen Krisen unserer Zeit leisten? Mit Kurt Pärli, Jon Pult, Regula Rytz, Christa Suter, Andreas Rieger.

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Die doppelte Aufrüstung

Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine hat mit der Schweiz wirtschaftlich sehr viel zu tun. Der Rohstoffhandel, die Oligarchengelder und Dual-Use-Exporte halfen Putin, die Kriegskasse zu füllen und die Kriegsmaschine auszurüsten. Menschlich hat der Krieg in der Bevölkerung eine erfreuliche Solidarität mit den ukrainischen Flüchtlingen ausgelöst. Militärisch aber hat die russische Invasion mit der Schweizer Armee wenig zu tun. Mauro Mantovani, Dozent an der ETH-Militärakademie, drückte es so aus: «Bildlich gesprochen halte ich das Risiko, dass die Russen jemals am Bodensee oder am Rhein aufmarschieren werden, für unwahrscheinlicher denn je.» (NZZ am Sonntag, 6.3.2022). Von Josef Lang.

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Zeitenwende! Zeitenwende?

Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine ist immer wieder von einer Zeitenwende die Rede, vom Ende pazifistischer Illusionen. Das Denknetz-Mitglied Fitzgerald Crain setzt sich in seinem Beitrag mit dem Begriff der Zeitenwende auseinander und blickt dabei auf die gerade heute aktuelle Geschichte der Friedensbewegung zurück. Er schliesst: “Die Idee einer Schweiz ohne Armee ist Putins wegen nicht überholt – im Gegenteil.” Von Fitzgerald Crain.

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Nachhaltiger Sozialismus

Wir leben in einer unübersichtlichen und durch tiefgreifende Krisen geprägten Zeit. Welcher analytische Zugang bringt uns weiter und worauf sollte der notwendige, gesellschaftliche Wandel abzielen? Klaus Dörre, Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Universität Jena, macht in seinem neuen Buch “Die Utopie des Sozialismus. Kompass für eine Nachhaltigkeitsrevolution” ein willkommenes Orientierungsangebot. Über seine Überlegungen spricht Dörre mit Denknetz-Geschäftsführer Pascal Zwicky.

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Vernissage Denknetz-Jahrbuch: Postwachstum

Am 7. Februar 2022 fand im vollen Kosmos in Zürich die Vernissage des Denknetz-Jahrbuchs 2021 zum Thema “Postwachstum?” statt. Nach einer kurzen Einführung durch Denknetz-Geschäftsführer Pascal Zwicky diskutierten unter der Leitung von Nationalrätin und Denknetz-Vorstandsmitglied Franziska Ryser die Jahrbuch-Autor:innen Klaus Dörre (Universität Jena), Ursina Eichenberger (Genossenschaft ortoloco), Hans Hartmann (Unia) und Irmi Seidl (Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL) über Auswege aus der kapitalistischen Wachstumsgesellschaft.

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Putins Krieg oder warum der grossrussische Chauvinismus die Ukraine besonders hasst

Die Nato trägt eine Mitverantwortung für den Aufstieg Putins. Aber für den Krieg gegen die Ukraine trägt Putin die Alleinverantwortung. Dahinter steckt ein grossrussischer Chauvinismus, der aufgeladen ist mit zaristischen und stalinistischen Erbschaften. Von Josef Lang.

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Arbeitszeitverkürzung – jetzt!

Die Verkürzung der Erwerbsarbeitszeit wird als politisches Thema wieder aktuell. Ob in den Gewerkschaften, der Klimabewegung, dem Frauenstreik oder den rot-grünen Parteien: Von der alten Forderung der Arbeiter:innenbewegung erhofft man sich eine ökologischere Lebensweise, eine gerechtere Aufteilung der Care-Arbeit und generell ein gutes Leben für alle. Arbeitszeitverkürzung als verbindendes Projekt der Linken? Darüber diskutieren die beiden Denknetz-Mitglieder Cédric Wermuth und Tamara Funiciello in diesem Denknetz-Fokus.

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46 lange Sätze zu Covid19

Am 30. Januar 2020 rief die Weltgesundheitsorganisation WHO die Staaten dazu auf, sich auf eine mögliche Pandemie mit weitreichenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen vorzubereiten. Am 11. März 2020 erklärte die WHO Covid19 zur Pandemie. In den darauffolgenden Wochen erlebte die Welt eine bislang unbekannte Welle von Lockdowns. Seither hält uns das Corona-Virus im Griff, und auch wenn nun einige gerne das Ende der Pandemie verkünden, sind die Ungewissheiten über den weiteren epidemiologischen Verlauf immer noch beträchtlich. Dennoch haben sich mittlerweile einige Nebel gelichtet, und es ist Zeit für eine kritische Bestandesaufnahme. Von Beat Ringger.

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Krieg in Äthiopien: Welche Perspektive für Frieden, Stabilität und Entwicklung?

Auf den ersten Blick stellt man sich die Frage: Wie ist es möglich, dass Äthiopien, das die Welt in den letzten zwei Jahrzehnten durch eine rasante wirtschaftliche Entwicklung und grosse Erfolge in der Armutsbekämpfung beeindruckte, nun tief in einen komplexen Bürgerkrieg verstrickt ist und sogar als Land auseinanderfallen könnte? Um eine Antwort zu finden, ist es wichtig, sowohl die Ereignisse der letzten vier Jahre als auch die weiter zurückliegenden historischen, politischen und ökonomischen Hintergründe zu verstehen. Die heutige Konfliktlage in Äthiopien macht zahlreiche Probleme sichtbar, mit denen Länder des globalen Südens zu kämpfen haben. Um daraus erfolgsversprechende Entwicklungsstrategien ableiten zu können, muss sich die Linke einigen zentralen politökonomischen Dilemmas stellen. Von Basil Oberholzer.

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Medien und Demokratie

Am 13. Februar 2022 findet die Abstimmung über das «Massnahmenpaket zugunsten der Medien» statt. Im aktuellen Denknetz-Fokus spricht Manuel Puppis, Professor für Medienstrukturen und Governance an der Universität Freiburg, mit Denknetz-Geschäftsführer Pascal Zwicky über diese demokratiepolitisch wichtige Vorlage, die Finanzierungskrise des Journalismus, den anspruchsvollen Umbau der SRG, die Regulierung globaler Plattformkonzerne und das viel zitierte Ideal der journalistischen Unabhängigkeit.

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Gemeinsam stark: Transformatorische Realpolitik

SP und Grüne wollen eine Klimafonds-Initiative lancieren. Das ist inhaltlich richtig und ein wichtiges Zeichen. Zur Bewältigung der grossen Herausforderungen unserer Zeit, für eine sozial-ökologische Transformation unserer Gesellschaft, muss die Linke am gleichen Strick ziehen. Das Denknetz versteht sich dabei als eine Plattform, welche die verschiedenen Bewegungen und Parteien über gemeinsame Debatten zusammenbringt und so zur notwendigen sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft beiträgt. Von Pascal Zwicky, Simon Rutz, Kathrin Ziltener, Ruth Daellenbach.

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Solidarität von unten gegen Spannungen von oben

Wie sind die gestiegenen Spannungen zwischen den USA und China, dem Westen und Russland einzuschätzen? Droht ein neuer Kalter Krieg? Wie soll die Linke darauf reagieren? Diese Fragen stellen sich immer dringender. Und ihre Antworten darauf fallen – wie auch die Artikel zum Schwerpunkt Internationalismus in der letzten Denknetz-Zeitung zeigen – höchst kontrovers aus. Nachfolgend eine Analyse aus universalistisch-emanzipatorischer Sicht. Von Josef Lang.

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Eine scheiternde Zivilisation

Fabian Scheidler ist Autor und Dramaturg. Zuletzt erschien sein Buch „Der Stoff, aus dem wir sind. Warum wir Natur und Gesellschaft neu denken müssen. Das Referat wurde im Rahmen der Denknetz-Tagung vom 20. November 2021 „Neue Normalität: Krise!?“ gehalten.

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Warum Klimaschutz nur funktioniert, wenn wir auf eine Art Kriegswirtschaft umstellen

Ulrike Herrmann ist Wirtschaftskorrespondentin der Tageszeitung „taz“ und Autorin. Sie ist ausgebildete Bankkauffrau und hat Geschichte und Philosophie studiert. Das Referat wurde im Rahmen der Denknetz-Tagung vom 20. November 2021 „Neue Normalität: Krise!?“ gehalten.

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Demokratie in Krisenzeiten

Das Podium fand im Rahmen der Denknetz-Tagung vom 20. November 2021 „Neue Normalität: Krise!?“ statt. Cédric Wermuth ist Co-Präsident der SP Schweiz und Nationalrat. Regula Rytz ist ehemalige Präsidentin der Grünen Schweiz und Nationalrätin. Ueli Mäder ist emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Basel und der Hochschule für Soziale Arbeit. Flavia Caroni ist Assistentin und Doktorandin am Lehrstuhl für Demokratieforschung und Public Governance an der Universität Zürich. Pascal Zwicky ist Geschäftsführer des Denknetz.

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Postwachstumsgesellschaft

Wir kennen es aus den Nachrichten: Wenn die Wirtschaft nicht wächst, läuft etwas schief. Doch wie wird das Wirtschaftswachstum eigentlich gemessen? Was geht dabei vergessen? Warum schadet ungebremstes Wirtschaftswachstum Natur und Mensch? Welche Wege und Alternativen gibt es – hin zu einer Postwachstumsgesellschaft? Diese Fragen diskutiert Franziska Ryser, Denknetz-Vorstandsmitglied und Nationalrätin (Grüne SG), mit Irmi Seidl, Leiterin der Forschungseinheit Wirtschaft- und Sozialwissenschaften der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL.

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Demokratiegerechte Schweizer Leitmedien vs. polarisierende Techkonzerne?

Die Corona-Pandemie wirft ein Schlaglicht auf vieles, was bereits zuvor im Argen lag. Dazu gehört der problematische Zustand der schweizerischen (Medien-)Öffentlichkeit. Seit Jahren wird die für unsere Demokratie unentbehrliche «journalistische Infrastruktur» durch profitgetriebene private Medienunternehmen und eine eher defensiv agierende SRG ausgedünnt. Die US-Techkonzerne fördern mit ihren «Social Media»-Plattformen Fake News, Hassreden und Filter-Bubbles. Vor diesem Hintergrund findet am 13. Februar 2022 die Abstimmung über das «Massnahmenpaket zugunsten der Medien» statt. Ein guter Zeitpunkt also, um einen differenzierten Blick auf die hiesige Medienlandschaft zu werfen. Von Werner A. Meier und Pascal Zwicky.

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Denknetz-Jahrbuch 2021

Editorial der Herausgeber*innen des Denknetz-Jahrbuches 2021 zum Thema „Postwachstum? Aktuelle Auseinandersetzungen um einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel“. Von Luzian Franzini, Roland Herzog, Simon Rutz, Franziska Ryser, Kathrin Ziltener, Pascal Zwicky.

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Prekariatskapitalismus

Der Kapitalismus, so argumentiert die Politikwissenschaftlerin Albena Azmanova (University of Kent, Brüssel) in ihrem 2020 erschienen Buch «Capitalism on Edge» (Deutsch: «Kapitalismus an der Kippe»), ist in eine neue Phase getreten: Der neoliberale Kapitalismus wird durch den «Prekariatskapitalismus» abgelöst. Sein Hauptmerkmal ist nicht Wachstum oder Wettbewerbsfähigkeit, sondern Instabilität; die dominante Form der Ungleichheit nicht die von Einkommen und Vermögen, sondern die von wirtschaftlicher Sicherheit. Mit der These vom Prekariatskapitalismus verbunden ist zugleich ein Plädoyer für eine Neuausrichtung der wirtschafts- und sozialpolitischen Agenda der progressiven Kräfte, bei der es weniger um eine Steigerung von Wohlstand, sondern vielmehr um die Sicherung der Lebensgrundlagen aller geht. Mit Albena Azmanova diskutierten im Oktober im KOSMOS Mirjam Aggeler (Geschäftsleiterin Economiefeministe) und Fabian Molina (SP-Nationalrat). Moderation: Sandro Liniger, Politischer Sekretär SP Schweiz.

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Die grosse Wende in der Gewerkschaftsbewegung

Im kürzlich erschienenen Buch «Die grosse Wende in der Gewerkschaftsbewegung» beschreiben die beiden Autoren Vasco Pedrina und Hans Schäppi die historische Transformation der Gewerkschaftsbewegung in den 1980er und 1990er Jahren. Mit viel Herzblut und politischer Überzeugung schaffte es eine Allianz verschiedener linker Kräfte die Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI), später die Unia, zurück in eine kämpferische Organisation der Arbeitnehmenden zu wandeln. Wir schauen die grossen Fragen, die Erfolge und Hürden sowie die Widersprüche dieser prägenden Zeit an, welche den Grundstein für viele Kämpfe und Bewegungen von heute gelegt hat. Vasco Pedrina, ehemaliger Präsident der Gewerkschaft Bau und Industrie und ehemaliger SGB-Co-Präsident, im Gespräch mit Chris Kelley, Co-Leiter Sektor Bau der Unia.

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Denknetz-Gespräch zu Postwachstum mit Mattea Meyer und Balthasar Glättli

Das Denknetz-Jahrbuch 2021 wird sich rund um das Thema “Postwachstum?!” drehen. In diesem Rahmen fand ein von Pascal Zwicky moderiertes Gespräch mit Mattea Meyer, Co-Präsidentin der SP Schweiz, und Balthasar Glättli, Präsident der GRÜNEN Schweiz, statt, an dem über eine breite Palette von Fragen diskutiert wurde: War das Nein zum CO2-Gesetz ein Nein zu einer Postwachstumsgesellschaft? Welche Bedeutung hat das Konzept des Postwachstums für das Denken und Handeln der beiden Politiker:innen? Welche Schwierigkeiten sind damit verbunden? Und welche konkreten rot-grünen Projekte verfolgen die beiden Parteien?

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Corona: Impfen und Schützen sind Pflicht – die Durchbrechung des Big-Pharma Monopols ist es auch

Impfen und Schützen sind Pflicht. Wir alle müssen Verantwortung für andere und für die gesamte Gesellschaft übernehmen und nicht nur für uns selbst. Freiheiten zu erhalten ist nur möglich mit einer Stärkung der Solidarität und mit klaren Regeln. Ebenso bedeutsam ist es, das faktische Monopol von Big Pharma bei der Etablierung neuer Impf- und Heilstoffe zu durchbrechen. Das geht, wenn die öffentliche Hand (Universitäten, Institute, Staaten, die WHO) das Diktat übernehmen und eine öffentliche Versorgung mit Impf- und Heilstoffen aufbauen – weltweit. Von Beat Ringger.

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Die Solidaritäts-Vermögensabgabe

Für die Bewältigung aktueller und künftiger Krisen braucht es viel Geld. Eine Solidaritäts-Vermögensabgabe ist ein passendes Mittel zur Beschaffung dieser Finanzen. Im folgenden Text erläutern wir ein konkretes Modell für eine Solidaritäts-Vermögensabgabe mit einem geschätzten Ertrag von CHF 400 Mrd. Von Hans Baumann, Robert Fluder, Beat Ringger.

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Denknetz-Fokus zu Afghanistan

Afghanistan – die Ereignisse der letzten Monate erschüttern viele Menschen. Krieg und Gewalt, das Versagen der westlichen Militärpräsenz, Schreckensherrschaft der Taliban und Unterdrückung der Frauen sind beherrschende Schlagzeilen. Wir möchten hinter die Kulissen schauen: welche Erfahrungen macht die Afghanistanhilfe, die Projekte für Gesundheit und Bildung unterstützt? Wie geht es ihren Partnern vor Ort? Und wie verhält sich die humanitäre Schweiz gegenüber Afghan*innen, die auf Schutz und Unterstützung angewiesen sind? Michael Kunz, Präsident der Afghanistanhilfe im Gespräch mit Ruth Daellenbach, Co-Präsidentin des Denknetz.

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Verkannte Leistungsträger:innen

Die Soziolog:innen Nicole Mayer-Ahuja und Oliver Nachtwey haben im September 2021 ein viel beachtetes Buch zu den “verkannten Leistungsträger:innen” unserer Gesellschaft – Pflegekräfte, Paketbot:innen, Verkäufer:innen und andere Arbeiter:innen – herausgegeben. An einer Veranstaltung in Basel diskutierte Ende Oktober Oliver Nachtwey mit dem Soziologen Ueli Mäder und der Gewerkschafterin und Soziologin Rita Schiavi über das Buch und dessen politische Implikationen.

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