Home2018-08-15T18:37:25+00:00

Meldungen

Brauchen wir Novartis und Roche?

Im Dezember 2016 publizierte die Denknetz-Arbeitsgruppe Big Pharma einen Grundsatzartikel, in dem sie die aktuelle Preisentwicklung bei den patentierten Medikamenten als toxisch für eine gute Gesundheitsversorgung bezeichnete und für einen grundlegenden Umbau der Pharmabranche plädierte. Wir dokumentieren im Folgenden, dass eine ähnlich gelagerte Diskussion auch in den USA geführt wird. In der renommierten Zeitschrift Jacobin (Ausgabe 28, Winter 2018) erschien dazu unter dem Titel „Do we need Pfizer?“ ein Artikel von Adam Gaffney, Dozent für Medizin an der Harvard Medical School und Sekretär der Physicians for a National Health Program, einer US-amerikanischen Organisation von ÄrztInnen, die für ein soziales Gesundheitswesen auf Basis einer obligatorischen Krankenversicherung für alle eintritt. Der Text skizziert einen Plan, um Big Pharma zu übernehmen – und lebenswichtige Arzteimittel allen verfügbar zu machen. Wir verweisen an dieser Stelle auch auf die neue Kampagne von public eye, die die toxischen Pharmapreise ebenfalls thematisiert und die vom Bundesrat verlangt, für wichtige und massiv überteuerte Medikamente Zwangslizenzen zu vergeben, damit sie günstig als Generika produziert werden können.

“Brauchen wir Pfizer?” von Adam Gaffney | “Toxic Pharma” von der Denknetz Fachgruppe Big Pharma | Public Eye Kampagne www.bezahlbaremedis.ch

Koppelung von SV17 und AHV-Finanzen: Falle für die Linke

Die anstehende Reform der Unternehmensbesteuerung (Steuervorlage 17, das Nachfolgeprojekt der USRIII) soll mit einer neuen AHV-Zusatzfinanzierung gekoppelt werden. Wie ist dieser Deal zu bewerten? Die Denknetz-Fachgruppe Politische Ökonomie erläutert, warum sie ihn für grundlegend falsch hält, wie man für die nötige Entkoppelung sorgen und wie daraus ein möglicher Erfolg für die Linke werden könnte.

Lesen Sie hier das kritische Diskussionspapier der Fachgruppe Politische Ökonomie zur Koppelung von SV17 und AHV-Finanzen | Vernehmlassung vom November 2017 der Arbeitsgemeinschaft für eine faire Unternehmensbesteuerung (AGFU) zur Steuervorlage 17

Neues Denknetz-Buch: MarxnoMarx

Cédric Wermuth und Beat Ringger erkunden mit dem Buch MarxnoMarx, wie es linke Frauen und Männer aus der Schweiz mit Marx halten. Wo kann ihrer Meinung nach mit Marx weitergedacht werden, wo nicht? Woran reiben sie sich, worüber regen sie sich auf, was halten sie für überholt oder weiterhin für unverzichtbar?

Unter marx@denknetz.ch kann das Buch für CHF 23.- bestellt werden. Denknetz-Mitglieder erhalten es kostenlos zugestellt.

Cédric Wermuth, Beat Ringger (Hrsg.)
MarxnoMarx
33 Linke zur Frage, wie das Werk von Marx heute fruchtbar gemacht werden kann
ca. 200 Seiten, broschiert, CHF 23.–, € 19.80
ISBN 978-3-85990-344-9

Mit Beiträge von Vania Alleva, Susan Boos, Rolf Bosshart, Florian Butollo, Lilian Fankhauser, Tamara Funiciello, Balthasar Glättli, Roland Herzog, Christoph Jünke, Karin Meyer, Margret Kiener Nellen, Jo Lang, Ueli Mäder, Min Li Marti, Urs Marti, Karl Müller Bahlke, Oliver Nachtwey, Line Rennwald, Andreas Rieger, Beat Ringger, Regula Rytz, Hans Schäppi, Holger Schatz, Sarah Schilliger, Avji Simorglu, Peter Steckeisen, Naima Tiné, Bernhard Walpen, Cédric Wermuth, Yann Wermuth, Rebekka Wyler, Adrian Zimmermann und Pascal Zwicky.

Erfahren Sie hier mehr zum Buch MarxnoMarx und sehen Sie sich die Einführungen der AutorInnen an

Ein Gutes Alter für alle!

Das Netzwerk Gutes Alter beabsichtigt die Lancierung einer eidgenössischen Volksinitiative, mit der eine gute Alltagsunterstützung, Betreuung und Pflege für alle Personen im Alter in der Verfassung festgeschrieben wird. Haben Sie im Beruf, in Institutionen, in der Politik oder als Betroffene mit dem Thema Alter zu tun? Unterstützen Sie unser Anliegen?

Dann unterzeichnen Sie jetzt den Aufruf des Netzwerk: Gutes Alter auf www.gutes-alter.org

Umverteilen? Rückverteilen!

In der Rubrik „Zurechtrücken“ beleuchten wir Begriffe und Denkfiguren. Mit ihnen wird die Welt auf den Kopf gestellt, und trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) halten sie sich hartnäckig im gängigen Sprachgebrauch. Wir wollen sie zurechtrücken. Denn auch wenn viele zu Kuhdung Gold sagen, bleibt Kuhdung trotzdem Kuhdung.

Von Beat Ringger

Wirtschaftsdemokratie

Am 27. Januar 2018 veranstaltete das Denknetz U-35 zusammen mit der Juso Schweiz, den Jungen Grünen Schweiz und der Unia Jugend Schweiz einen Bildungstag zum Thema Wirtschaftsdemokratie. Das Input-Referat von Pascal Zwicky ist als Audio-Podcast und als Video dokumentiert.

Audio-Podcast des Vortrages zum Herunterladen | PowerPoint-Präsentation zum Vortrag

Emanzipation und Identität

In welchem Verhältnis stehen verschiedene Dimensionen von Unterdrückung und Ausbeutung? Wie kann eine politische Programmatik gestärkt werden, die wieder auf das gesellschaftliche Ganze zielt, und wie verhalten sich dabei feministische, LGBTQ-, antirassistische, soziale und ökologische Anliegen zueinander? Von Beat Ringger.

Lesen Sie hier das Grundlagen-Papier im PDF-Format

Die Dialektik von Grundrechten und Demokratie

Ein Grundlagenpapier zur Aktualität der Grundrechte und zu einer emanzipatorischen Grundrechtsperspektive. Von Stephan Bernard, Viktor Györffy, Philippe Koch und Magda Zihlmann.

Lesen Sie hier das Grundlagen Papier im PDF-Format

Für eine starke Demokratie: 18 Thesen der Denknetz-Kerngruppe

Die Denknetz-Kerngruppe plädiert in den Thesen für eine starke Demokratie, in der die Menschen die gesellschaftlichen Verhältnisse auf allen staatlichen und lebensweltlichen Ebenen selbst gestalten können. Dazu gehören auch die Wirtschaft und die Arbeitswelt. Basis ist die Daseinsberechtigung aller BewohnerInnen der Erde und die universelle Gültigkeit der Menschenrechte. Dies bedingt wiederum, dass der Widerstand gegen jede Form von Ausbeutung als legitim anerkannt wird.

Die Thesen als PDF

Reclaim Democracy: Es geht weiter

Nach dem grossen Erfolg des ersten Reclaim-Democracy-Kongresses vom Februar dieses Jahres, werden die Vorbereitungen für einen zweiten Kongress bereits diesen Herbst an die Hand genommen. Die Site wird weitergeführt und ein Newsletter eingerichtet. Mittlerweile sind rund 50 Dokumente aus 25 Ateliers online verfügbar, ebenso Videos von allen Plenarveranstaltungen:

Ein Blick auf www.reclaim-democracy.org/dokumentation lohnt sich

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Blatt

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Das Denknetz ist der linke, sozialkritische Thinktank der Schweiz mit über 1400 Mitgliedern. Das Denknetz ist den Grundwerten Freiheit, Gleichheit und Solidarität verpflichtet. Nur in der Gleichwertigkeit aller Mitglieder einer Gesellschaft, also nur im Vermeiden von Armut und Exklusion, kann sich eine Freiheit entfalten, die allen zuteil wird und die ohne Gewalt der Privilegierten gegen die Nichtprivilegierten auskommt. Der Kit zwischen Freiheit und Gleichheit ist die Solidarität auf der Basis universeller Menschenrechte, was eine Ausweitung der Demokratie auf alle relevanten gesellschaftlichen Prozesse impliziert, auch auf die zentralen Entscheide über die Verwendung und die nachhaltige Bewirtschaftung der ökonomischen Ressourcen.

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«Das Denknetz ist den Grundwerten der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität verpflichtet. Das Denknetz konstatiert zunehmende soziale Ungleichheiten und eine Tendenz zur Entsolidarisierung in der Gesellschaft. Es will die Mechanismen dieser Dynamik besser verstehen und Alternativen erkunden und diskutieren.»

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Die alte Denknetz-Homepage wird weiterhin zu dokumentarischen Zwecken verfügbar bleiben, jedoch nicht mehr aktualisiert werden. Sie ist unter folgendem Link erreichbar:

www.denknetz-online.ch