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Veranstaltung

Denknetz-Fokus: Das BVG-Mischmodell

Dienstag | 18. Dezember 2018 | 19h – 20:30h
Unia-Zentrale Zürich | Strassburgstr. 11 | Tramstation: Stauffacher

Die Pensionskassen-Jahresrenten sind in den letzten fünf Jahren um CHF 7200.- gesunken. Wenn nichts passiert, wird der Zerfall noch lange weitergehen, und die 2. Säule droht zu einem schwarzen Loch zu werden. Beat Ringger erörtert die Problemlage und stellt das neue Reformkonzept aus dem Denknetz vor: Das BVG-Mischmodell. Das Modell macht aus dem BVG-Obligatorium eine Art zweite AHV mit riesigem Sicherungsfonds. Es kombiniert damit Umlage und Kapitaldeckung, garantiert sichere Renten auf heutigem Niveau und verbessert die Renten der Frauen erheblich.

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Meldungen

Denknetz-Fokus: Personenfreizügigkeit

An der Auftraktveranstaltung der Reihe “Denknetz-Fokus” setzt sich Vasco Pedrina (ehemaliger Co-Präsident der Unia und des SGB) mit der geschichtlichen Entwicklung und mit zukünftigen Weiterentwicklung der Personenfreizügigkeit mit der EU und den sozial flankierenden Massnahmen auseinander.

Sehen Sie sich das Video in unserer Mediathek an | Audio-Podcast | Broschüre: Von der Kontingentierungspolitik zur Personenfreizügigkeit

Kommt die nächste Tsunami-Krise?

Bis heute sind die Ursachen der Finanzkrise von 2007/8 nicht wirklich bereinigt – und genau das dürfte eine nächste Krise so gefährlich machen. Die Denknetz-AG „Nächste Krise“ befürchtet denn auch, dass der nächste Wirtschaftseinbruch wuchtig sein wird und bald kommt. Die (schweizerische, europäische und globale) Linke wird profilierte Ideen brauchen, wie dieser Krise begegnet werden kann – sonst droht sie zwischen Marktradikalismus und Rechtsnationalismus zerrieben zu werden. Die Denknetz-AG geht in einem ausführlichen Beitrag den Ursachen für die gegenwärtigen ökonomischen Instabilitäten auf den Grund und macht sechs Vorschläge für ein griffiges linkes Krisenprogramm.

Lesen Sie hier das Denknetz-Diskussionpapier: Kommt die nächste Tsunami-Krise?

BVG-Mischmodell: Renten sichern, Gender-Gap verkleinern

Während alle auf die angeblich so instabile AHV blicken, sind die BVG-Renten innerhalb von nur fünf Jahren im Schnitt um CHF 600.- gesunken. Und es wird noch schlimmer: Der Ökonom und Statistiker Hans Kissling befürchtet wegen dieser sinkenden BVG-Renten eine neue Altersarmut. Wie kann die 2.Säule aus dem wachsenden Schlamassel befreit werden? Beat Ringger schlägt in einem Diskussionsbeitrag ein BVG-Mischmodell vor: Neu sollen das Umlageverfahren mit der Kapitaldeckung kombiniert, eine zentrale Zahlstelle eingeführt und ein deutliches Sinken des Deckungsgrades erlaubt werden. Damit lassen sich die Renten auf heutigem Niveau sichern. Neu sollen zudem Erziehungsgutschriften eingeführt werden, um der krassen Benachteiligung von Frauen entgegenzuwirken. Mit dem Vorschlag soll eine Debatte lanciert werden dazu, wie Renten gesichert und gendergerecht ausgestattet werden können.

Lesen Sie hier den Reformvorschlag von Beat Ringger: BVG-Mischmodell: Renten sichern, Gender-Gap verkleinern

Koppelung von SV17 und AHV-Finanzen: Falle für die Linke

Die anstehende Reform der Unternehmensbesteuerung (Steuervorlage 17, das Nachfolgeprojekt der USRIII) soll mit einer neuen AHV-Zusatzfinanzierung gekoppelt werden. Wie ist dieser Deal zu bewerten? Die Denknetz-Fachgruppe Politische Ökonomie erläutert, warum sie ihn für grundlegend falsch hält, wie man für die nötige Entkoppelung sorgen und wie daraus ein möglicher Erfolg für die Linke werden könnte.

Lesen Sie hier das kritische Diskussionspapier der Fachgruppe Politische Ökonomie zur Koppelung von SV17 und AHV-Finanzen | Vernehmlassung vom November 2017 der Arbeitsgemeinschaft für eine faire Unternehmensbesteuerung (AGFU) zur Steuervorlage 17

Aufzeichnung der Buchvernissage MarxnoMarx

An der Vernissage des Buches MarxnoMarx diskutieren die AutorInnen Cédric Wermuth, Beat Ringger, Regula Rytz, Katrin Meyer über ihre Auseinandersetzung mit dem Werk von Karl Marx. Der Republik-Journalist Daniel Binswanger rezsensiert das Buch und verrät, was ihm gefiel und was er für falsch hält. Moderation: Ruth Daellenbach

Sehen Sie sich das Video in unserer Mediathek an | Audio-Podcast | Das Buch MarxnoMarx steht zum kostenfreien Download zur Verfügung

Brauchen wir Novartis und Roche?

Im Dezember 2016 publizierte die Denknetz-Arbeitsgruppe Big Pharma einen Grundsatzartikel, in dem sie die aktuelle Preisentwicklung bei den patentierten Medikamenten als toxisch für eine gute Gesundheitsversorgung bezeichnete und für einen grundlegenden Umbau der Pharmabranche plädierte. Wir dokumentieren im Folgenden, dass eine ähnlich gelagerte Diskussion auch in den USA geführt wird. In der renommierten Zeitschrift Jacobin (Ausgabe 28, Winter 2018) erschien dazu unter dem Titel „Do we need Pfizer?“ ein Artikel von Adam Gaffney, Dozent für Medizin an der Harvard Medical School und Sekretär der Physicians for a National Health Program, einer US-amerikanischen Organisation von ÄrztInnen, die für ein soziales Gesundheitswesen auf Basis einer obligatorischen Krankenversicherung für alle eintritt. Der Text skizziert einen Plan, um Big Pharma zu übernehmen – und lebenswichtige Arzteimittel allen verfügbar zu machen. Wir verweisen an dieser Stelle auch auf die neue Kampagne von public eye, die die toxischen Pharmapreise ebenfalls thematisiert und die vom Bundesrat verlangt, für wichtige und massiv überteuerte Medikamente Zwangslizenzen zu vergeben, damit sie günstig als Generika produziert werden können.

“Brauchen wir Pfizer?” von Adam Gaffney | “Toxic Pharma” von der Denknetz Fachgruppe Big Pharma | Public Eye Kampagne www.bezahlbaremedis.ch

Ein Gutes Alter für alle!

Das Netzwerk Gutes Alter beabsichtigt die Lancierung einer eidgenössischen Volksinitiative, mit der eine gute Alltagsunterstützung, Betreuung und Pflege für alle Personen im Alter in der Verfassung festgeschrieben wird. Haben Sie im Beruf, in Institutionen, in der Politik oder als Betroffene mit dem Thema Alter zu tun? Unterstützen Sie unser Anliegen?

Dann unterzeichnen Sie jetzt den Aufruf des Netzwerk: Gutes Alter auf www.gutes-alter.org

Emanzipation und Identität

In welchem Verhältnis stehen verschiedene Dimensionen von Unterdrückung und Ausbeutung? Wie kann eine politische Programmatik gestärkt werden, die wieder auf das gesellschaftliche Ganze zielt, und wie verhalten sich dabei feministische, LGBTQ-, antirassistische, soziale und ökologische Anliegen zueinander? Von Beat Ringger.

Lesen Sie hier das Grundlagen-Papier im PDF-Format zu Emanzipation und Identität

Die Dialektik von Grundrechten und Demokratie

Ein Grundlagenpapier zur Aktualität der Grundrechte und zu einer emanzipatorischen Grundrechtsperspektive. Von Stephan Bernard, Viktor Györffy, Philippe Koch und Magda Zihlmann.

Lesen Sie hier das Grundlagen Papier zu Grundreche und Demokratie

Für eine starke Demokratie: 18 Thesen der Denknetz-Kerngruppe

Die Denknetz-Kerngruppe plädiert in den Thesen für eine starke Demokratie, in der die Menschen die gesellschaftlichen Verhältnisse auf allen staatlichen und lebensweltlichen Ebenen selbst gestalten können. Dazu gehören auch die Wirtschaft und die Arbeitswelt. Basis ist die Daseinsberechtigung aller BewohnerInnen der Erde und die universelle Gültigkeit der Menschenrechte. Dies bedingt wiederum, dass der Widerstand gegen jede Form von Ausbeutung als legitim anerkannt wird.

18 Thesen für eine starke Demokratie

Reclaim Democracy: Es geht weiter

Nach dem grossen Erfolg des ersten Reclaim-Democracy-Kongresses vom Februar dieses Jahres, werden die Vorbereitungen für einen zweiten Kongress bereits diesen Herbst an die Hand genommen. Die Site wird weitergeführt und ein Newsletter eingerichtet. Mittlerweile sind rund 50 Dokumente aus 25 Ateliers online verfügbar, ebenso Videos von allen Plenarveranstaltungen:

Ein Blick auf www.reclaim-democracy.org/dokumentation lohnt sich

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Das Denknetz ist der linke, sozialkritische Thinktank der Schweiz mit über 1400 Mitgliedern. Das Denknetz ist den Grundwerten Freiheit, Gleichheit und Solidarität verpflichtet. Nur in der Gleichwertigkeit aller Mitglieder einer Gesellschaft, also nur im Vermeiden von Armut und Exklusion, kann sich eine Freiheit entfalten, die allen zuteil wird und die ohne Gewalt der Privilegierten gegen die Nichtprivilegierten auskommt. Der Kit zwischen Freiheit und Gleichheit ist die Solidarität auf der Basis universeller Menschenrechte, was eine Ausweitung der Demokratie auf alle relevanten gesellschaftlichen Prozesse impliziert, auch auf die zentralen Entscheide über die Verwendung und die nachhaltige Bewirtschaftung der ökonomischen Ressourcen.

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Die Mitgliedschaft kostet CHF 100.- pro Kalenderjahr. Wer ein kleines oder gar kein Einkommen hat entrichtet einen reduzierten Beitrag von CHF 40.- pro Kalenderjahr.

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Mitglieder des Denknetzes können alle natürlichen Personen werden, welche die Statuten akzeptieren und insbesondere mit folgender Aussage aus der Zweckbestimmung einverstanden sind:

«Das Denknetz ist den Grundwerten der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität verpflichtet. Das Denknetz konstatiert zunehmende soziale Ungleichheiten und eine Tendenz zur Entsolidarisierung in der Gesellschaft. Es will die Mechanismen dieser Dynamik besser verstehen und Alternativen erkunden und diskutieren.»

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Neue Beiträge

Beat Ringger: Gender Pension Gap reduzieren | Veranstaltung: Die zweite Säule in der Krise. Reformkonzept BVG-Mischmodell | Ruth Gurny, Beat Ringger, Monika Stocker, Kurt Seifert: Vernissage des Denknetz-Buches “Gutes Alter” | Veranstaltung: Was ist gute Bildung? | Beat Ringger: Zurechtrücken – Steuern | Joachim Bischoff: Krisenentwicklungen in der Ökonomie | Denknetz-Zeitung 004: Krise, Individuum, Pharma, gutes und langes Leben | Jahrbuch-Vernissage: Bildung und Emanzipation | Vernissage: Education et émancipation | Buchvernissage: Gutes Alter – eine Gesellschaft des guten, langen Lebens für alle | Vasco Pedrina: Personenfreizügigkeit und flankierende Massnahmen | Beat Ringger: Ein linkes Programm für die Krise | Min Li Marti: Redebeitrag an der Tagung “Wann kommt der nächste Crash?” | Joachim Bischoff: Nach Chemnitz – wohin geht Deutschland? | Joël Bühler, Andres Frick, Beat Ringger, Simon Rutz, Hans Schäppi: Kommt die nächste Tsunami-Krise? | Veranstaltung: Denknetz-Fokus Personenfreizügigkeit | Beat Ringger: ArbeitnehmerIn? | Veranstaltung: Wann kommt der nächste Crash? | Hans Schäppi, Beat Ringger und Andres Frick: Werkstattbericht aus der AG Wirtschaftskrise | Cédric Wermuth, Beat Ringger, Regula Rytz, Katrin Meyer, Daniel Binswanger, Ruth Daellenbach: Buchvernissage MarxnoMarx Video und Audiopodcast | Beat Ringger: BVG-Mischmodell: Renten sichern, Gender-Gap verkleinern | Adam Gaffney: Brauchen wir Pfizer? | Beat Ringger: “Karl Marx und der Kommunismus” und “Humanismus bei und nach Marx” | Margret Kiener Nellen, David Gallusser, Dominik Gross, Tamara Funiciello: Kehrtwende in der Steuerpolitik? Video und Audiopodcast

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Die Denknetz Bibliothek bietet über 500 Texte zu den Themen Politische Ökonomie, Politik und Gesellschaft, Umweltschutz und Wachstumskritik, (Post-)Migration, Race-Class-Gender, Demokratie und Staat, Care und Soziale Sicherheit, Bildung, Medien, Denken sowie Geschichte und Emanzipation. Zudem sind alle Jahrbücher, Sachbücher, Zeitschriften, Audiodateien und Videos in der Rubrik Publikationen verfügbar.

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