Home2018-09-17T23:19:36+00:00

Veranstaltung

Denknetz-Fokus: Personenfreizügigkeit

Donnerstag | 11. Oktober 2018 | 19.00 h – 20.30 h
Unia Zentrale Zürich | Werdplatz | Strassburgstrasse 11
Tramstation: Stauffacher

Die Personenfreizügigkeit mit der EU ist ein umstrittenes Dauerthema. Für den bürgerlichen Mainstream ist die Personenfreizügigkeit eine Kröte, die die Schweiz schlucken muss, um am EU-Binnenmarkt teilnehmen zu können. Die SVP will das entsprechende Abkommen kündigen, Kontingente und Saisonnierstatut wieder einführen, wie sie bis vor 16 Jahren in Kraft waren.Gleichzeitig will sie die flankierenden Massnahmen gegen Lohndumping abschaffen. Für die Gewerkschaften ist die Personenfreizügigkeit ein Gewinn und sind flankierende Massnahmen ein Muss.

Einer, der diese Auseinandersetzungen stark mitgeprägt hat, ist Vasco Pedrina, ehemaliger Co-Präsident von Unia und SGB. Pedrina hat diesen Sommer eine umfangreiche Dokumentation zum Thema veröffentlicht. An der Denknetz-Fokus-Veranstaltung zeichnet er die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte nach. Wie ist dabei die Personenfreizügigkeit aus linker und gewerkschaftlicher Sicht zu bewerten? Welche Bedeutung haben dabei die flankierenden Massnahmen gegen Lohndumping? Wie sehen die Auseinandersetzungen dazu heute innerhalb Europas aus, und welche Kämpfe stehen in der Schweiz bevor?

Weitere Informationen auf der Veranstaltungswebseite | Flyer | Facebook

Meldungen

BVG-Mischmodell: Renten sichern, Gender-Gap verkleinern

Während alle auf die angeblich so instabile AHV blicken, sind die BVG-Renten innerhalb von nur fünf Jahren im Schnitt um CHF 600.- gesunken. Und es wird noch schlimmer: Der Ökonom und Statistiker Hans Kissling befürchtet wegen dieser sinkenden BVG-Renten eine neue Altersarmut. Wie kann die 2.Säule aus dem wachsenden Schlamassel befreit werden? Beat Ringger schlägt in einem Diskussionsbeitrag ein BVG-Mischmodell vor: Neu sollen das Umlageverfahren mit der Kapitaldeckung kombiniert, eine zentrale Zahlstelle eingeführt und ein deutliches Sinken des Deckungsgrades erlaubt werden. Damit lassen sich die Renten auf heutigem Niveau sichern. Neu sollen zudem Erziehungsgutschriften eingeführt werden, um der krassen Benachteiligung von Frauen entgegenzuwirken. Mit dem Vorschlag soll eine Debatte lanciert werden dazu, wie Renten gesichert und gendergerecht ausgestattet werden können.

Lesen Sie hier den Reformvorschlag von Beat Ringger: BVG-Mischmodell: Renten sichern, Gender-Gap verkleinern

Koppelung von SV17 und AHV-Finanzen: Falle für die Linke

Die anstehende Reform der Unternehmensbesteuerung (Steuervorlage 17, das Nachfolgeprojekt der USRIII) soll mit einer neuen AHV-Zusatzfinanzierung gekoppelt werden. Wie ist dieser Deal zu bewerten? Die Denknetz-Fachgruppe Politische Ökonomie erläutert, warum sie ihn für grundlegend falsch hält, wie man für die nötige Entkoppelung sorgen und wie daraus ein möglicher Erfolg für die Linke werden könnte.

Lesen Sie hier das kritische Diskussionspapier der Fachgruppe Politische Ökonomie zur Koppelung von SV17 und AHV-Finanzen | Vernehmlassung vom November 2017 der Arbeitsgemeinschaft für eine faire Unternehmensbesteuerung (AGFU) zur Steuervorlage 17

Aufzeichnung der Buchvernissage MarxnoMarx

An der Vernissage des Buches MarxnoMarx diskutieren die AutorInnen Cédric Wermuth, Beat Ringger, Regula Rytz, Katrin Meyer über ihre Auseinandersetzung mit dem Werk von Karl Marx. Der Republik-Journalist Daniel Binswanger rezsensiert das Buch und verrät, was ihm gefiel und was er für falsch hält. Moderation: Ruth Daellenbach

Sehen Sie sich das Video in unserer Mediathek an | Audio-Podcast

Brauchen wir Novartis und Roche?

Im Dezember 2016 publizierte die Denknetz-Arbeitsgruppe Big Pharma einen Grundsatzartikel, in dem sie die aktuelle Preisentwicklung bei den patentierten Medikamenten als toxisch für eine gute Gesundheitsversorgung bezeichnete und für einen grundlegenden Umbau der Pharmabranche plädierte. Wir dokumentieren im Folgenden, dass eine ähnlich gelagerte Diskussion auch in den USA geführt wird. In der renommierten Zeitschrift Jacobin (Ausgabe 28, Winter 2018) erschien dazu unter dem Titel „Do we need Pfizer?“ ein Artikel von Adam Gaffney, Dozent für Medizin an der Harvard Medical School und Sekretär der Physicians for a National Health Program, einer US-amerikanischen Organisation von ÄrztInnen, die für ein soziales Gesundheitswesen auf Basis einer obligatorischen Krankenversicherung für alle eintritt. Der Text skizziert einen Plan, um Big Pharma zu übernehmen – und lebenswichtige Arzteimittel allen verfügbar zu machen. Wir verweisen an dieser Stelle auch auf die neue Kampagne von public eye, die die toxischen Pharmapreise ebenfalls thematisiert und die vom Bundesrat verlangt, für wichtige und massiv überteuerte Medikamente Zwangslizenzen zu vergeben, damit sie günstig als Generika produziert werden können.

“Brauchen wir Pfizer?” von Adam Gaffney | “Toxic Pharma” von der Denknetz Fachgruppe Big Pharma | Public Eye Kampagne www.bezahlbaremedis.ch

Aufzeichnung der Veranstaltung Kehrwende in der Steuerpolitik?

An der Veranstaltung “Kehrtwende in der Steuerpolitik?” diskutieren Tamara Funiciello, Dominik Gross und Margret Kiener Nellen kontrovers den “Deal” zur SV17. Als Gäste intervenieren spontan Jo Lang und Bruno Gurtner. Moderieration: David Gallusser

Sehen Sie sich das Video in unserer Mediathek an | Audio-Podcast

Neues Denknetz-Buch: MarxnoMarx

Cédric Wermuth und Beat Ringger erkunden mit dem Buch MarxnoMarx, wie es linke Frauen und Männer aus der Schweiz mit Marx halten. Wo kann ihrer Meinung nach mit Marx weitergedacht werden, wo nicht? Woran reiben sie sich, worüber regen sie sich auf, was halten sie für überholt oder weiterhin für unverzichtbar?

Unter marx@denknetz.ch kann das Buch für CHF 23.- bestellt werden. Denknetz-Mitglieder erhalten es kostenlos zugestellt.

Cédric Wermuth, Beat Ringger (Hrsg.)
MarxnoMarx
33 Linke zur Frage, wie das Werk von Marx heute fruchtbar gemacht werden kann
ca. 200 Seiten, broschiert, CHF 23.–, € 19.80
ISBN 978-3-85990-344-9

Mit Beiträge von Vania Alleva, Susan Boos, Rolf Bosshart, Florian Butollo, Lilian Fankhauser, Tamara Funiciello, Balthasar Glättli, Roland Herzog, Christoph Jünke, Karin Meyer, Margret Kiener Nellen, Jo Lang, Ueli Mäder, Min Li Marti, Urs Marti, Karl Müller Bahlke, Oliver Nachtwey, Line Rennwald, Andreas Rieger, Beat Ringger, Regula Rytz, Hans Schäppi, Holger Schatz, Sarah Schilliger, Avji Simorglu, Peter Steckeisen, Naima Tiné, Bernhard Walpen, Cédric Wermuth, Yann Wermuth, Rebekka Wyler, Adrian Zimmermann und Pascal Zwicky.

Erfahren Sie hier mehr zum Buch MarxnoMarx und sehen Sie sich die Einführungen der AutorInnen an

Ein Gutes Alter für alle!

Das Netzwerk Gutes Alter beabsichtigt die Lancierung einer eidgenössischen Volksinitiative, mit der eine gute Alltagsunterstützung, Betreuung und Pflege für alle Personen im Alter in der Verfassung festgeschrieben wird. Haben Sie im Beruf, in Institutionen, in der Politik oder als Betroffene mit dem Thema Alter zu tun? Unterstützen Sie unser Anliegen?

Dann unterzeichnen Sie jetzt den Aufruf des Netzwerk: Gutes Alter auf www.gutes-alter.org

Emanzipation und Identität

In welchem Verhältnis stehen verschiedene Dimensionen von Unterdrückung und Ausbeutung? Wie kann eine politische Programmatik gestärkt werden, die wieder auf das gesellschaftliche Ganze zielt, und wie verhalten sich dabei feministische, LGBTQ-, antirassistische, soziale und ökologische Anliegen zueinander? Von Beat Ringger.

Lesen Sie hier das Grundlagen-Papier im PDF-Format zu Emanzipation und Identität

Die Dialektik von Grundrechten und Demokratie

Ein Grundlagenpapier zur Aktualität der Grundrechte und zu einer emanzipatorischen Grundrechtsperspektive. Von Stephan Bernard, Viktor Györffy, Philippe Koch und Magda Zihlmann.

Lesen Sie hier das Grundlagen Papier zu Grundreche und Demokratie

Für eine starke Demokratie: 18 Thesen der Denknetz-Kerngruppe

Die Denknetz-Kerngruppe plädiert in den Thesen für eine starke Demokratie, in der die Menschen die gesellschaftlichen Verhältnisse auf allen staatlichen und lebensweltlichen Ebenen selbst gestalten können. Dazu gehören auch die Wirtschaft und die Arbeitswelt. Basis ist die Daseinsberechtigung aller BewohnerInnen der Erde und die universelle Gültigkeit der Menschenrechte. Dies bedingt wiederum, dass der Widerstand gegen jede Form von Ausbeutung als legitim anerkannt wird.

18 Thesen für eine starke Demokratie

Reclaim Democracy: Es geht weiter

Nach dem grossen Erfolg des ersten Reclaim-Democracy-Kongresses vom Februar dieses Jahres, werden die Vorbereitungen für einen zweiten Kongress bereits diesen Herbst an die Hand genommen. Die Site wird weitergeführt und ein Newsletter eingerichtet. Mittlerweile sind rund 50 Dokumente aus 25 Ateliers online verfügbar, ebenso Videos von allen Plenarveranstaltungen:

Ein Blick auf www.reclaim-democracy.org/dokumentation lohnt sich

Bücher

Blatt

Mitglied werden

Das Denknetz ist der linke, sozialkritische Thinktank der Schweiz mit über 1400 Mitgliedern. Das Denknetz ist den Grundwerten Freiheit, Gleichheit und Solidarität verpflichtet. Nur in der Gleichwertigkeit aller Mitglieder einer Gesellschaft, also nur im Vermeiden von Armut und Exklusion, kann sich eine Freiheit entfalten, die allen zuteil wird und die ohne Gewalt der Privilegierten gegen die Nichtprivilegierten auskommt. Der Kit zwischen Freiheit und Gleichheit ist die Solidarität auf der Basis universeller Menschenrechte, was eine Ausweitung der Demokratie auf alle relevanten gesellschaftlichen Prozesse impliziert, auch auf die zentralen Entscheide über die Verwendung und die nachhaltige Bewirtschaftung der ökonomischen Ressourcen.

Werden Sie hier Mitglied des Denknetzes

Mitglieder ermöglichen mit ihrem Beitrag die Arbeit des Denknetz. Sie erhalten die Jahr- und Sachbücher sowie die Zeitschrift “Das Denknetz” kostenlos per Post zugestellt und nehmen zu vergünstigten Preisen an Tagungen und Seminaren teil.

Werden Sie hier Mitglied des Denknetzes

Die Mitgliedschaft kostet CHF 100.- pro Kalenderjahr. Wer ein kleines oder gar kein Einkommen hat entrichtet einen reduzierten Beitrag von CHF 40.- pro Kalenderjahr.

Werden Sie hier Mitglied des Denknetzes

Mitglieder des Denknetzes können alle natürlichen Personen werden, welche die Statuten akzeptieren und insbesondere mit folgender Aussage aus der Zweckbestimmung einverstanden sind:

«Das Denknetz ist den Grundwerten der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität verpflichtet. Das Denknetz konstatiert zunehmende soziale Ungleichheiten und eine Tendenz zur Entsolidarisierung in der Gesellschaft. Es will die Mechanismen dieser Dynamik besser verstehen und Alternativen erkunden und diskutieren.»

Werden Sie hier Mitglied des Denknetzes

Neuste Beiträge

Video

Bibliothek

Die Denknetz Bibliothek bietet über 500 Texte zu den Themen Politische Ökonomie, Politik und Gesellschaft, Umweltschutz und Wachstumskritik, (Post-)Migration, Race-Class-Gender, Demokratie und Staat, Care und Soziale Sicherheit, Bildung, Medien, Denken sowie Geschichte und Emanzipation. Zudem sind alle Jahrbücher, Sachbücher, Zeitschriften, Audiodateien und Videos in der Rubrik Publikationen verfügbar.

Schauen Sie hier in die Denknetz-Bibliothek herein

Alte Homepage

Die alte Denknetz-Homepage wird weiterhin zu dokumentarischen Zwecken verfügbar bleiben, jedoch nicht mehr aktualisiert werden. Sie ist unter folgendem Link erreichbar:

www.denknetz-online.ch

Aufruf unterschreiben