Meldungen

Heraus aus der Sackgasse: Existenzsicherung statt Sozialhilfe

Seit mehr als 20 Jahren steht die Sozialhilfe unter Dauerbeschuss der Schweizer Rechten. Wenn wir nicht in einer Sackgasse landen wollen, braucht es mehr, als diese Dauer-Angriffe abzuwehren. Hier setzt das vom Denknetz ausgearbeitete Modell der bedarfsorientierten Existenzsicherung ein. Als Vorbild dient das Prinzip der Ergänzungsleistungen. Ruth Gurny und Ueli Tecklenburg haben das Modell im Caritas Sozial Almanach 2020 vorgestellt.

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Die Autoindustrie am Scheideweg

«Diese Coronakrise macht sehr deutlich: wenn über acht oder zwölf Wochen keine Autos gebaut werden, passiert nichts in diesem Land. Es ist also kein systemrelevantes Produkt, das wir herstellen.» Der VW-Betriebsratsvorsitzende Bätzold zur Corona-Pandemie, Elon Musk, zur Zukunft der Autoindustrie, zum Klimawandel und Dieselskandal. Im spannenden Interview, das Michael Lacher für das Denknetz geführt hat.

Lesen Sie hier das Interview mit Carsten Bätzold

Plädoyer unterschreiben: Perspektive Care-Gesellschaft

287 Persönlichkeiten lancieren ein Plädoyer für einen Politik wechsel. Sie schreiben: „Wir brauchen einen erneuerten Gesellschaftsvertrag. Vier Wegweiser sollen diesem Vertrag seine Richtung geben: Care, Kooperation, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“. Und sie stellen Forderungen. Zum Beispiel nach einer Solidaritätssteuer von 3% auf hohe Vermögen während 10 Jahren. Unter den Erstunterzeichnenden sind Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss, Künstler*innen, Parlamentarier*innen und viele engagierte Personen. Stärken Sie den Aufruf mit Ihrer Unterschrift online:

Perspektive Care-Gesellschaft | Perspective: une société du Care | Prospettive per una società della cura

Neuer Denknetz Blog zu Corona

Die Corona-Pandemie und die tiefgreifenden Massnahmen, die gegen die Ausbreitung der Krankheit weltweit durchgesetzt werden, verändern unser Leben gerade auf radikale Weise. Für die allermeisten Menschen, zumindest diejenigen im globalen Norden, ist die Unsicherheit und die Existenz im Lockdown-Modus eine bislang unbekannte Erfahrung. Das gesellschaftliche Leben verändert sich innert kürzester Zeit grundlegend, die Politik fällt Entscheide, die so vor wenigen Wochen noch undenkbar waren. Das Denknetz möchte zur wichtigen Debatte um die gesellschaftlichen Reaktionen auf Covid-19 und die längerfristigen Folgen der Krise beitragen und eröffnet dafür einen Blog. Im Denknetz-Corona-Blog beleuchten Autor*innen von innerhalb und ausserhalb des Denknetzes die laufenden Entwicklungen und diskutieren deren Bedeutung für eine fortschrittliche Politik.

www.denknetz.ch/corona

Bild: František Matouš

Reclaim Democracy Kongress 2020:
Trotz Coronavirus ein Erfolg

Der zweite Reclaim-Democracy-Kongress, der vom 27. Bis 29.2.2020 in der Roten Fabrik in Zürich stattgefunden hat, ist ein voller Erfolg geworden. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden bestätigen, dass wir mit dem inhaltlichen Konzept richtig gelegen haben. Die Stärkung der Demokratie und das Recht aller Menschen dieser Erde auf ein Gutes Leben sind unerlässliche Leitplanken, wenn wir Nationalismus und Rassismus in die Schranken weisen wollen. Dabei müssen Klimapolitik, Digitalisierung, Genderfragen, Flüchtlingspolitik und Gerechtigkeitsthemen in ihren wechselseitigen Bezügen angegangen werden. Zufrieden sind die Veranstaltenden auch mit der Beteiligung: Trotz der Verunsicherung durch das Corona-Virus waren an den drei Kongresstagen jeweils zwischen 600 und 700 Personen anwesend.

Die ganze Verlautbarung lesen

Armut in der Schweiz

Was heisst Armut in der reichen Schweiz und wie wird diese erforscht? Was sind sogenannte Armutsrisiken und welche sozialen Gruppen tragen ein erhöhtes Risiko für Armut? Was bedeutet ein Leben in prekären finanziellen Verhältnissen und wie sehen die Folgen davon aus? Anna-Katharina Thürer hat einen Masterabschluss in Ethnologie und Sozialer Arbeit und arbeitet bei Caritas Zürich als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ruth Gurny ist promovierte Soziologin. Sie lehrte und forschte bis zu ihrer Pensionierung an der Zürcher Hochschule der angewandten Wissenschaften, Departement Soziale Arbeit.

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Wahr sagen, Kritische Öffentlichkeit, Demokratie und Macht

Die Denknetz-Kerngruppe veröffentlicht nach einem mehrmonatigen Diskussionsprozess die Thesen Wahr Sagen, kritische Öffentlichkeit, Demokratie und Macht. Sie beschreibt Wahr sagen als „die Bemühung, alle relevanten Fakten auf den Tisch zu bekommen und diese Fakten kritisch zu analysieren. Eine widerstandsfähige Kultur des Wahr Sagens ist der Lackmustest für eine Gesellschaft, die auf der demokratischen Regelung der öffentlichen Angelegenheiten basiert“. Eine Politik à la Trump und Co, die auf eine Normalisierung des Lügens abzielt, unterlaufe die Demokratie und bereitet den Boden für Willkür und autoritäre Regimes.

Lesen Sie hier das Grundlagen Papier der Denknetz-Kerngruppe

Rahmenabkommen CH-EU: Wie weiter für ein soziales Europa?

Die Schweizer Gewerkschaften wollen kein Rahmenabkommen mit der EU mittragen, das den Lohnschutz schwächt. Werden die Gewerkschaften deshalb zum Bremsklotz bei der Weiterentwicklung der Beziehungen der Schweiz mit der EU? Wie ist dazu die Sicht der europäischen Gewerkschaften? Die Personenfreizügigkeit ist eine grosse Errungenschaft. Sie wird von der SVP-Kündigungsinitiative (Abstimmung 2020) frontal angegriffen. Wie hängen Rahmenabkommen und Kündigungsinitiative zusammen, und wie erreichen wir ein Nein in dieser Abstimmung? Wie kann es der Linken insgesamt gelingen, ein soziales Europa gegen die neoliberalen Kräfte voranzubringen?

Mit Daniel Lampart, Chefökonom und Sekretariatsleiter des Schweizer Gewerkschaftsbundes; Christa Suter, Unia-Sekretärin, zuständig für den Vollzug der flankierenden Massnahmen im Kanton Zürich; Katrin Distler, DGB-Büro für Interregionale Europapolitik

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Denknetz-Verteilungsbericht 2019

Die beiden Ökonomen Hans Baumann und Christian Gross im Gespräch zum Denknetz-Verteilungsbericht 2019.

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Das System-Change Klimaprogramm

Hitzewellen in Europa, epidemische Waldbrände in der Arktis und im Amazonas, Städte, die von sintflutartigen Regenfällen zerstört werden: 2019 hat der Klimawandel Fahrt aufgenommen. Nun ist es augenfällig. Es bleiben nur noch wenige Jahre, um Klimakatastrophen ungeahnten Ausmasses zu verhindern. Für klimapolitisches Geplänkel um unzulängliche Massnahmen bleibt keine Zeit mehr, und noch viel weniger bleibt Zeit dafür, die Probleme einfach zu verlagern – zum Beispiel durch den blossen Ersatz der fossilen Autoflotte durch eine Elektro-Autoflotte.

Das vom geschäftsleitenden Sekretär des Denknetzes Beat Ringger verfasste System-Change-Klimaprogramm zeigt konkrete Wege auf, wie wir den erforderlichen Politikwechsel in Gang bringen. Denn auch wenn die Klimastreikbewegung schon einiges bewirkt hat: Was gegenwärtig in den Räten im Rahmen der CO2-Gesetzesrevision diskutiert wird, reicht bei weitem nicht aus. Mit Vorschlägen wie dem Klimabonus, der Klimavermögensabgabe, dem Klimaparlament und einem radikalen Umbau der Mobilität weist das System-Change-Klimaprogramm den Weg in die heute nötigen Dimensionen. Es darum, die gewaltige Materialschlacht zu beenden, in die wir verheddert sind, es geht um grundlegende Veränderungen in den Konsum- und Lebensgewohnheiten, in der Produktion und in der Finanzwelt. Dabei muss unter anderem auch die Blockademacht der Erdöl- und Autolobby gebrochen werden.

Lesen Sie hier das System-Change Klimaprogramm von Beat Ringger

Sozialhilfe Schweiz: Chronologie eines Umbaus

Der vorliegende Text will die Revisionen der Sozialhilfe in einer verlässlichen Dokumentation auflisten. Er soll als Grundlage für Analysen dienen, um die an den Vorstössen und Entscheiden beteiligten Akteurinnen und Akteure und deren Absichten und Vorstellungen herauszuarbeiten, nimmt aber selbst keine solchen Analysen vor. Der Text richtet sich an Personen, die mit der Sozialhilfe vertraut sind. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und rigorose Systematik, denn es ist mit den uns zur Verfügung stehenden Mittel nicht möglich, alle Vorstösse und Entscheide in allen 26 Kantonen zu erfassen. Die aufgeführten Informationen jedoch sind überprüft und erheben den Anspruch auf Richtigkeit.

Sozialhilfe Schweiz, Chronologie eines Umbaus von Véréna Keller

Wegmarken des Sozialen Fortschritts

Die Europäische Föderation der Bau- und Holzgewerkschaften EFBH hat mit Unterstützung der EU-Kommission eine Publikation über die wichtigsten Wegmarken des sozialen, wirtschaftlichen und politischen Fortschritts in Europa herausgegeben. Für die Schweiz wurden die Denknetz-Mitglieder Hans Baumann, Roland Herzog und André Kaufmann damit beauftragt, eine solche Zeitreihe zu erstellen. Die Auswahl der Wegmarken ist natürlich nicht vollständig und immer etwas willkürlich, die Autoren mussten sich im Umfang beschränken.

Wegmarken des Fortschritts

Buch Vernissage Reclaim Democracy

Mit Pascal Zwicky, Denknetz; Ruth Daellenbach, Präsidentin Denknetz; Simon Küffer, Rapper und Grafikdesigner; Fabian Molina, Nationalrat SP; Franziska Schutzbach, Autorin von „Die Rhetorik der Rechten“; Markus Wissen, Co-Autor des Buches „Imperiale Lebensweise“; Beat Ringger (Moderation)

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System Change – Not Climate Change: Und Wie?

Diskutant*innen: Bettina Dyttrich, WOZ-Redaktorin und Autorin der Bücher Wirtschaft zum Glück und Gemeinsam auf dem Acker; Marcel Hänggi, Autor von Null Öl. Null Gas. Null Kohle. und Mitinitiant der Gletscherinitiative; Payal Parekh , Klima-Aktivistin, Ph.D. in Klimawissenschaft; Beat Ringger, ehem. Mitinitiant der Verkehrshalbierungsinitiative, Denknetz-Geschäftsführer, Mitherausgeber des neuen Buches Reclaim Democracy; Jonas Kampus, Aktivist in der Klimastreikbewegung

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Frauenstreik 1991 bis 2019

Mit Sandra Künzi, Slam-Poetin und work-Frauenstreik-Kolumnistin; Caroline Arni, Geschichtsprofessorin Uni Basel; Vania Alleva, Präsidentin Unia; Anne Fritz, SGB-Kampagnenverantwortliche Frauen*streik; Franziska Stier, Mitinitiantin des «Feministischen Streiks Basel»; Dore Heim, Frauenstreik-Mitorganisation 1991; Moderation: Marie-Josée Kuhn, Chefredaktorin work

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Der Klimawandel und die Gewerkschaften

Bereits im Jahr 1983 versuchte die damalige Gewerkschaft Bau und Holz GBH (heute Unia) als erste Arbeitnehmer*innenorganisation, die Forderung nach Beschäftigungssicherung mit ökologischen Anliegen zu verbinden. Das war nicht nur in der Schweiz, sondern auch im internationalen Rahmen eine Pionierleistung. Hans Baumann schildert, worum es damals ging – und wie aktuell dies heute angesichts der Klimakatastrophe und der zahnlosen CO2-Politik wieder ist.

Denknetz-Diskussionspapier von Hans Baumann: Zur Ökologie Diskussion in den Gewerkschaften – „Green New Deal“ – wie es vor 35 Jahren begann.

Ungleiche Renten

Die Altersrenten der Frauen sind rund CHF 20‘000.- tiefer als diejenigen der Männer – vor allem in der Zweite Säule (BVG). Mit Betreuungsgutschriften und der Aufhebung des Koordinationsabzugs könnte ein Grossteil dieses Gender Pension Gaps zum Verschwinden gebracht werden – am besten verbunden mit einem Wechsel zum Denknetz-Reformmodell (BVG-Mischmodell). Ruth Gurny erläutert die Zusammenhänge.

Denknetz-Diskussionspapier von Ruth Gurny: Endlich diese Lücke schliessen | Foto: Daniele Kaehr

Schockierend grosser Gender Gap

Am 14. Juni 2019 streiken die Frauen. Dazu haben sie allen Anlass: Die materielle Benachteiligung bei den jährlichen Einkommen beläuft sich in der Schweiz auf schockierende 110 Mia CHF pro Jahr – mindestens. Darin enthalten sind Lohnunterschiede, Lohnausfälle wegen unbezahlter Care-Arbeit, sowie Unterschiede bei den Sozialversicherungen. Die Zahl geschätzt hat Mascha Madörin. Mehr dazu im Interview mit der Feministin und Ökonomin.

Interview mit Mascha Madörin | Foto: Ursula Häne, Quelle

Rahmenabkommen CH-EU: Analyse des Konflikts im europäischen Kontext

Aus den Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und der Schweiz über ein Rahmenabkommen liegt seit Ende 2018 ein Resultat vor. Im Bundesrat fand sich keine zustimmende Mehrheit – nun findet anfangs 2019 in der Schweiz noch eine Konsultation statt. Die Flankierenden Massnahmen (FlaM) sind dabei einer von mehreren Stolpersteinen. Nochmals, wie schon in den Sommermonaten 2018, wird ein grosser Druck auf die Schweizer Gewerkschaften aufgebaut, sie sollten ihren Widerstand gegen die im Rahmenabkommen vorgesehene Schwächung des Lohnschutzes nun aufgeben. Man müsse sich den EU-Standards anpassen und nicht weiter in rosinenpickerischer Art Sonderlösungen aufrechterhalten.

In dieser Situation ist es wichtig zu schauen, wo die Fronten in der Auseinandersetzung verlaufen. Stehen sich wirklich Schweizer Sonderinteressen und EU-Allgemeininteresse gegenüber? Oder laufen die Fronten auch quer durch die EU selbst? Welches sind Kräfte und Akteure in der EU, welche sich auf die Schweizer FlaM eingeschossen haben? Wer die Gegenkräfte? Es zeigt sich, dass die Front nicht der nationalen Frage entlang verläuft (Schweiz gegen EU), sondern entlang der sozialen Frage (Arbeitnehmerschutz vs. schrankenlose Unternehmerfreiheit).

Lesen Sie hier das Denknetz-Diskussions Papier von Andreas Rieger

Denknetz-Fokus mit Vasco Pedrina: Personenfreizügigkeit

An der Auftraktveranstaltung der Reihe „Denknetz-Fokus“ setzt sich Vasco Pedrina (ehemaliger Co-Präsident der Unia und des SGB) mit der geschichtlichen Entwicklung und mit zukünftigen Weiterentwicklung der Personenfreizügigkeit mit der EU und den sozial flankierenden Massnahmen auseinander.

Sehen Sie sich das Video in unserer Mediathek an | Audio-Podcast | Broschüre: Von der Kontingentierungspolitik zur Personenfreizügigkeit

Kommt die nächste Tsunami-Krise?

Bis heute sind die Ursachen der Finanzkrise von 2007/8 nicht wirklich bereinigt – und genau das dürfte eine nächste Krise so gefährlich machen. Die Denknetz-AG „Nächste Krise“ befürchtet denn auch, dass der nächste Wirtschaftseinbruch wuchtig sein wird und bald kommt. Die (schweizerische, europäische und globale) Linke wird profilierte Ideen brauchen, wie dieser Krise begegnet werden kann – sonst droht sie zwischen Marktradikalismus und Rechtsnationalismus zerrieben zu werden. Die Denknetz-AG geht in einem ausführlichen Beitrag den Ursachen für die gegenwärtigen ökonomischen Instabilitäten auf den Grund und macht sechs Vorschläge für ein griffiges linkes Krisenprogramm.

Lesen Sie hier das Denknetz-Diskussionpapier: Kommt die nächste Tsunami-Krise?

BVG-Mischmodell: Renten sichern, Gender-Gap verkleinern

Während alle auf die angeblich so instabile AHV blicken, sind die BVG-Renten innerhalb von nur fünf Jahren im Schnitt um CHF 600.- gesunken. Und es wird noch schlimmer: Der Ökonom und Statistiker Hans Kissling befürchtet wegen dieser sinkenden BVG-Renten eine neue Altersarmut. Wie kann die 2.Säule aus dem wachsenden Schlamassel befreit werden? Beat Ringger schlägt in einem Diskussionsbeitrag ein BVG-Mischmodell vor: Neu sollen das Umlageverfahren mit der Kapitaldeckung kombiniert, eine zentrale Zahlstelle eingeführt und ein deutliches Sinken des Deckungsgrades erlaubt werden. Damit lassen sich die Renten auf heutigem Niveau sichern. Neu sollen zudem Erziehungsgutschriften eingeführt werden, um der krassen Benachteiligung von Frauen entgegenzuwirken. Mit dem Vorschlag soll eine Debatte lanciert werden dazu, wie Renten gesichert und gendergerecht ausgestattet werden können.

Lesen Sie hier den Reformvorschlag von Beat Ringger: BVG-Mischmodell: Renten sichern, Gender-Gap verkleinern

Emanzipation und Identität

In welchem Verhältnis stehen verschiedene Dimensionen von Unterdrückung und Ausbeutung? Wie kann eine politische Programmatik gestärkt werden, die wieder auf das gesellschaftliche Ganze zielt, und wie verhalten sich dabei feministische, LGBTQ-, antirassistische, soziale und ökologische Anliegen zueinander? Von Beat Ringger.

Lesen Sie hier das Grundlagen-Papier im PDF-Format zu Emanzipation und Identität

Die Dialektik von Grundrechten und Demokratie

Ein Grundlagenpapier zur Aktualität der Grundrechte und zu einer emanzipatorischen Grundrechtsperspektive. Von Stephan Bernard, Viktor Györffy, Philippe Koch und Magda Zihlmann.

Lesen Sie hier das Grundlagen Papier zu Grundreche und Demokratie

Für eine starke Demokratie: 18 Thesen der Denknetz-Kerngruppe

Die Denknetz-Kerngruppe plädiert in den Thesen für eine starke Demokratie, in der die Menschen die gesellschaftlichen Verhältnisse auf allen staatlichen und lebensweltlichen Ebenen selbst gestalten können. Dazu gehören auch die Wirtschaft und die Arbeitswelt. Basis ist die Daseinsberechtigung aller BewohnerInnen der Erde und die universelle Gültigkeit der Menschenrechte. Dies bedingt wiederum, dass der Widerstand gegen jede Form von Ausbeutung als legitim anerkannt wird.

18 Thesen für eine starke Demokratie

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Corona

Wegen der raschen Ausbreitung des Corona-Virus und der entsprechenden Anordnungen der Behörden finden bis auf weiteres keine Veranstaltungen des Denknetzes statt.

Abgesagt respektive verschoben sind die drei Kosmopolitics-Abende am 16. März (Plattformökonomie – prekär ohne Ende?), am 06. April (Care rundum: Die Arbeit geht nicht aus) und am 04. Mai (Digitalisierung und Automatisierung im Öffentlichen Verkehr). Auch die Tagung „Gesundheit ist keine Ware“ vom 3.-5. April, organisiert von Multiwatch in Kooperation mit dem Denknetz, muss verschoben werden.

Über weitere Änderungen wird an dieser Stelle informiert.

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Das Denknetz ist der linke, sozialkritische Thinktank der Schweiz mit über 1600 Mitgliedern. Das Denknetz ist den Grundwerten Freiheit, Gleichheit und Solidarität verpflichtet. Nur in der Gleichwertigkeit aller Mitglieder einer Gesellschaft, also nur im Vermeiden von Armut und Exklusion, kann sich eine Freiheit entfalten, die allen zuteil wird und die ohne Gewalt der Privilegierten gegen die Nichtprivilegierten auskommt. Der Kit zwischen Freiheit und Gleichheit ist die Solidarität auf der Basis universeller Menschenrechte, was eine Ausweitung der Demokratie auf alle relevanten gesellschaftlichen Prozesse impliziert, auch auf die zentralen Entscheide über die Verwendung und die nachhaltige Bewirtschaftung der ökonomischen Ressourcen.

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Mitglieder ermöglichen mit ihrem Beitrag die Arbeit des Denknetz. Sie erhalten die Jahr- und Sachbücher sowie die Zeitschrift „Das Denknetz“ kostenlos per Post zugestellt und nehmen zu vergünstigten Preisen an Tagungen und Seminaren teil.

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Die Mitgliedschaft kostet CHF 100.- pro Kalenderjahr. Wer ein kleines oder gar kein Einkommen hat entrichtet einen reduzierten Beitrag von CHF 40.- pro Kalenderjahr.

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Mitglieder des Denknetzes können alle natürlichen Personen werden, welche die Statuten akzeptieren und insbesondere mit folgender Aussage aus der Zweckbestimmung einverstanden sind:

«Das Denknetz ist den Grundwerten der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität verpflichtet. Das Denknetz konstatiert zunehmende soziale Ungleichheiten und eine Tendenz zur Entsolidarisierung in der Gesellschaft. Es will die Mechanismen dieser Dynamik besser verstehen und Alternativen erkunden und diskutieren.»

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Neue Beiträge

Schlussgespräch zur Tagung Die Linke und die Freiheit | Heraus aus der Sackgasse: Existenzsicherung statt Sozialhilfe | Zur Geschichte des Basler Kongresses von 1869In Amsterdam zeigt sich, dass die «Tres Hombres» auf viel Sympathie zählen kann | Von Grenada nach Santa Marta in Kolumbien, dem am weitesten entfernten Punkt der ReiseProspettive per una società della cura | Von Boca Chica direkt nach Festland-Europa, da wegen dem Corona-Virus der Hafen auf den Azoren geschlossen ist | Internationale Standards in der Seeschifffahrt zur Reduktion von CO2 Emissionen | Erbschaften verstärken die Ungleichheit | Linksammlung zu Corona KW 20+21 | Die Autoindustrie am Scheideweg | Denknetz Zeitung 07 erschienen | Unterzeichnen: Perspektive Care-Gesellschaft | Signez: Perspective – une société du Care | Tour d’Horizon zur Schweiz und EU in der Corna-Krise | Linksammlung zu Corona KW 19 | Das Virus, die Krise und die Rhetorik des starken Staates | Chancen und Risiken von Contact-Tracing-Apps | Linksammlung zu Corona KW 18 | Corona und Wirtschaftskrise | Das 21. Jahrhundert ohne Linke? | Linksammlung zu Corona KW 17 | Coronavirus-Pandemie, Kosteneffektivität und Verteilgerechtigkeit | Coronakrise und die Wirtschaft – Funktioniert der Abgang ohne Untergang? | Linksammlung zu Corona KW 16 | Weltweite Lohnunterschiede und kritische Analyse politischer GegenmassnahmenWas bleibt nach Corona? Ein politisches Zwischenfazit. | Linksammlung zu Corona KW 15 | Freie Frauen. Was war Emanzipation im 19. Jahrhundert | Demonstrieren in Corona-ZeitenWissenschaft und Statistik | It’s the care, stupid! | Linksammlung zu Corona KW 14 | Neuer Denknetz Blog zu Corona | Corona, Gesundheitsversorgung und Big Pharma: Tiefgreifende Reformen nötig | Corona, Klima, Solidarität: Ein Drama in drei Akten | Klimabank und Klima-Agenturen: Die massive Beschleunigung des ökologischen Umbaus | Klimapolitik für die 99 Prozent und ihre KinderWollen wir die Klimaziele erreichen, sind radikale Massnahmen nötig | Bilanz Reclaim Democracy Kongress | Veranstaltung: Plattformökonomie – prekär ohne Ende? | Tour d’Horizon zur Freiheit: Bei Liberalen und Marxisten, Freiheit der Rede, Identitätspolitik und Religion

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Bibliothek

Die Denknetz Bibliothek bietet über 500 Texte zu den Themen Politische Ökonomie, Politik und Gesellschaft, Umweltschutz und Wachstumskritik, (Post-)Migration, Race-Class-Gender, Demokratie und Staat, Care und Soziale Sicherheit, Bildung, Medien, Denken sowie Geschichte und Emanzipation. Zudem sind alle Jahrbücher, Sachbücher, Zeitschriften, Audiodateien und Videos in der Rubrik Publikationen verfügbar. Schauen Sie hier in die Denknetz-Bibliothek herein

Spenden

Das Denknetz braucht Schub. Wir wachsen beständig auf unterdessen 1500 Mitglieder – davon gestalten über 200 Personen das Denknetz aktiv freiwillig mit. Grosse Kongresse wie Reclaim Democracy oder über 20 Veranstaltungen im Jahr werden organisiert. Wir haben damit begonnen eine Zeitung herauszugeben sowie Videos und Audios zu produzieren. Um Schritt halten zu können mit dem Wachstum, muss die Geschäftsstelle von heute 90 auf 130 Stellenprozent ausgebaut werden. Auch sichert das Denknetz den reibungslosen Ablauf des Reclaim Democracy Kongress 2020. Dafür brauchen wir Schub. Unser Spendenziel ist CHF 100’000.- bis Ende 2019 zu erhalten. Unterstützen auch Sie das Denknetz mit einer Spende. Jeder Beitrag ist hoch willkommen! Zur Spenden Webseite

Frachtsegelblog

Der Journalist Daniel Haller berichtet von seiner halbjährigen Reise auf einem Segelfrachtschiff. Hier geht’s zum Blog

Netzwerk Gutes Alter

Das Netzwerk Gutes Alter ist ein politisch und konfessionell unabhängiger Zusammenschluss von Personen und Organisationen, die mit Altersfragen zu tun haben und die sich dafür einsetzen, dass alle Personen bis zum Lebensende eine gute Alltagsunterstützung, Betreuung und Pflege erhalten. Sehen Sie sich die Webseite des Initiativprojektes des Netzwerk Gutes Alter hier an.