Jahrbuch

Jahrbuch 2017-08-27T00:21:10+00:00

Editorial und Download

Jahrbuch 2016: Migration ohne Grenzen

Migration und ihre gesellschaftliche Bewältigung ist gegenwärtig wohl das umstrittenste politische und diskursive Kampffeld. Seit dem Sommer 2015 stehen Flucht und Migration zuoberst auf der europäischen Agenda. Dass Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben Grenzen überschreiten, ist historische Normalität – genauso wie der Versuch, Menschen je nach Kalkül ganz oder teilweise daran zu hindern. Im ‚langen Sommer der Migration‘ 2015 erreichte jedoch innert kurzer Zeit eine im Vergleich zur Gesamtdimension weltweiter Fluchtbewegungen halbwegs bedeutende Anzahl von Menschen die Länder Europas und gewährte so den Hauch einer Ahnung von den tatsächlichen Dimensionen – nachdem Flüchtende lange Zeit durch selektive und gewalttätige Grenzregimes ferngehalten worden waren und verschärfte Asylgesetze die weltweiten Fluchtbewegungen hierzulande weitgehend unsichtbar gemacht hatten.

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Jahrbuch 2015: Zerstörung und Transformation des Gemeinwesens

Die nunmehr mehrere Jahrzehnte währende neoliberale Dominanz hat deutliche Spuren in der Verfasstheit des Gemeinwesens, der Res Publicae, hinterlassen. Ideologisch hat sich Thatchers Losung, wonach es keine Gesellschaften, sondern nur (noch) Individuen gebe, als Leitbild eines Individualismus egoistischer Subjekte verankert. Dies ging in vielen Ländern Hand in Hand mit einer höchst realen Erosion des Gemeinwesens: Privatisierungen öffentlicher Dienste, Deregulierungen und dem Abbau sozialer Sicherungssysteme.

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Jahrbuch 2014: Kritik des kritischen Denkens

Kritisches Hinterfragen, unabhängiges und ergebnisoffenes Nachdenken: Wer würde diese Prämissen nicht für sich in Anspruch nehmen? Unterscheidet sich kritisches Denken und Wissen von herrschaftsförmigen Wissen nur durch die entgegengesetzten Inhalte? Ist beispielsweise das Denknetz demnach nur ein – wenn auch finanzschwaches – Spiegelbild von Avenir Suisse wie dies eine soziologische Studie über sogenannte Advocacy Think Tanks nahelegt.

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Jahrbuch 2013: Care statt Crash

Was bedeutet es, wenn sich inmitten eines ›reichen‹ Landes wie der Schweiz Meldungen über quasifeudale Ausbeutungsverhältnisse in der Hauswirtschaft häufen? Was sagt es über eine Gesellschaft aus, wenn unerlässliche Sorgearbeit derart gering geschätzt wird, dass sie an Menschen delegiert wird, die durch Existenznot in eine unwürdige Pendelmigration oder in die Illegalität getrieben werden? Was bedeutet es ferner, wenn im Gesundheits- und Sozialwesen – jenen Bereichen also, in denen gegenwärtig am meisten neue Jobs entstehen – Stress, Arbeitsverdichtung und Prekarisierung zunehmen?

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Jahrbuch 2012: Auf der Suche nach Perspektive

»Viele Jahrzehnte lang hat ganz Europa – genau wie Nordamerika – über seine Verhältnisse gelebt. Generationen von Gutmensch-Politikern und Sozial-Verschwendern haben die Bürger mit immer neuen Wohltaten beglückt. « Kommentare wie dieser im Magazin ›Fokus‹ (»Fakten, Fakten, Fakten«) gehören zur Begleitmusik der aktuellen Krisenpolitik, mit der die europäischen Regierungen, die EU Kommission und Institutionen wie EZB, IWF und Weltbank versuchen, die als Staatsschuldenkrise erscheinende Wirtschaftskrise in den Griff zu bekommen. Während überdeutlich zu sehen ist, wer die Folgen dieses als »Spar- und Austeritätspolitik« bezeichneten Krisenmanagements zu tragen hat, bleibt offen, wer eigentlich über welche Verhältnisse gelebt haben soll. Das Credo »Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt« verschleiert das politisch gewollte Sinken von Lohn- und Steuerquoten sowie die entsprechende Steigerung von Gewinnen und Vermögen.

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Jahrbuch 2011: Gesellschaftliche Produktivität jenseits der Warenform

Richard Sennett gilt eigentlich nicht in erster Linie als Kapitalismuskritiker. Wer mochte, konnte die brillanten Essays des US-amerikanischen Soziologen auch als kulturkritische Zeitdiagnosen abtun. Andere schätzen ihn als einen Humanisten, der ein waches Auge für die Zumutungen und Leiden der zunehmend ›flexibisierten‹ Menschen entwickelt hat. Zumutungen, die angesichts der Versprechen der ›Moderne‹ eigentlich gar nicht sein dürften. In seinen aktuellen Arbeiten versucht Sennett nun der Paradoxie nachzuspüren, wonach »die Technologiekomponenten, die uns zur Verfügung stehen, immer besser und vielfältiger « werden, hingegen »der kooperative Gebrauch dieses technischen und materiellen Reichtums (…) rudimentär« bleibt.

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Jahrbuch 2010: Zu gut für den Kapitalismus. Blockierte Potenziale in einer überforderten Wirtschaft

Der Kapitalismus wird gerne als eine sportliche Veranstaltung begriffen, die den Wettbewerb um stetige Verbesserungen ankurbelt. Gerät ein Land, ein Unternehmen oder ein Vorhaben ins Hintertreffen, dann spornt die Diagnose, nicht gut genug gewesen zu sein, dazu an, es ›besser‹ zu machen, mehr zu trainieren, härter als andere zu arbeiten oder einfach kreativer zu sein.

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Jahrbuch 2009: Krise. Lokal, global, fundamental

Als sich im Herbst 2008 die Krise der Finanzmärkte endgültig als schwere Weltwirtschaftskrise entpuppte, blieb der trotzig-freche Titel ›La crise n’existe pas‹ der rechtskonservativen Schweizer Wochenzeitschrift Weltwoche ein Solitär. Die Schockmeldungen über Auftragseinbrüche und eine sich abzeichnende längere Rezession jagten sich. Vieles kam nun auf den Tisch, was lange Zeit undenkbar schien. Die Orientierung wirtschaftlichen Handelns auf maximale, kurzfristige Renditen, jahrelang als ultima ratio des individuellen und kollektiven Handelns gepredigt, schien plötzlich in Verruf zu geraten.

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Jahrbuch 2008: Eine andere Welt. Nach der Entzauberung des Kapitalismus.

Eine andere Welt. Ist sie nötig? »Mit Verlaub, nein«, lautet in der Regel der Einwand, »die reale Welt ist die beste aller Welten, nur in ihr sind Freiheit und Wohlstand möglich.« Das Lob des Bestehenden ist eine Konstante gesellschaftlicher Herrschaft, und doch lohnt die Analyse ihrer Mutationen. So versprachen die Verfechter des Kapitalismus lange Zeit, dieser müsse sich nur richtig entfalten, bevor seine Segnungen alle erreichen könnten. Allen werde es letztlich besser gehen, auch wenn vorübergehende Rückschläge zu erdulden wären.

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Jahrbuch 2007: Zur politischen Ökonomie der Schweiz. Eine Annäherung

Für den ökonomischen Mainstream ist der Markt das zentrale Referenzsystem. Der Markt sorgt für die bestmögliche Allokation der Ressourcen. Ausnahmen wie ›natürliche Monopole‹ oder ›externe Effekte‹ bestätigen die Regel. Die Ökonomie erscheint als selbsttätige Sphäre, die ihren eigenen Gesetzen gehorcht. Daraus leitet die liberale Wirtschaftslehre auch den Anspruch ab, mit ihren Erkenntnissen gegenüber anderen Gesellschaftswissenschaften und gegenüber der Politik eine Leitfunktion zu haben. Dabei gilt die Gleichsetzung ökonomisch = wissenschaftlich = ideologiefrei = effizient = marktwirtschaftlich. Nur derjenige handelt wirksam, der sich an den proklamierten ökonomischen Gesetzmässigkeiten orientiert.

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Jahrbuch 2006: Gute Arbeit für alle: Illusion oder Programm?

Leitartikel sind interessant, auch und gerade in sprachlicher Hinsicht. In der Wochenendausgabe der NZZ vom 12./13. August 2006 wird das neue Ausländergesetz, das infolge eines linken Referendums im September 2006 in der Schweiz zur Volksabstimmung gelangt, als »eine bessere Basis für die Ausländerpolitik« beworben. An der Sprache fällt weniger ihr Wagemut als ihr Rekurs auf das ›Sachliche‹ auf, das heisst in diesem Fall auf das Spannungsfeld, in dem sich Politik notwendigerweise bewege: »Zielkonflikte liegen dabei in der Natur der Sache. Interessen der Wirtschaft und der öffentlichen Dienste (man denke an Spitäler und Heime) sprechen für die Zuwanderung von Erwerbstätigen. Integrationsprobleme legen es nahe, die Zulassung zu beschränken. «

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Jahrbuch 2005: Der neue Glanz der Gleichheit

Lange Jahre neoliberaler Vorherrschaft haben unsere Wirtschaft und Gesellschaft ungleicher gemacht. Nicht nur real, sondern auch im Denken. Soziale Spaltung, Ausgrenzung, Arbeitslosigkeit und exzessives Profitstreben schienen als Normalität akzeptiert – als kleine Übel auf dem Weg zu Markt und ›Leistungsgerechtigkeit‹.

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