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Veranstaltung | Zur Lage der Welt

Was kommt nach den Klima-Kipp-Punkten – und wer bremst den Neoimperialismus?
19. Februar 2026 | 19.00 – 21.00 Uhr
Karl der Grosse | Zürich

Die Klimakonferenz COP30 brachte keine Fortschritte. Erste Klima-Kipp-Punkte werden bereits überschritten. Der aggressive Imperialismus des Trump-Regimes, der intensivierte russische Angriffskrieg in der Ukraine, der Krieg Israels im Gaza-Streifen erschüttern das Weltgefüge.

Was kommt da alles auf uns zu? Woran kann sich fortschrittliche Politik orientieren?

Wir laden herzlich ein zu einer gemeinsamen Analyse und Diskussion mit Annette Schlemm, Physikerin und Philosophin, und Jo Lang, Historiker, grün-alternativer Alt-Nationalrat und GSoA-Vorstand.

Lasst uns gemeinsam nach Antworten, Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten suchen.

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Kick Off | Projekt Heisszeit

Projekt Heisszeit: Kick Off
20. Februar 2026 | 13.30 – 17.30 Uhr
Unia Zentrale | Zürich

Die globale Klimapolitik steckt fest (COP30) und ist teilweise einem Rollback ausgesetzt. Die bisherige Weltordnung erodiert, und all dies verschränkt sich mit der Zunahme autoritärer Machtpolitik und mit wachsenden Ungleichheiten zu einer globalen Polykrise. Mit dem Projekt Heisszeit wollen wir einen Raum für Analyse, Debatte und strategische Antworten zu dieser Polykrise bieten. 2025 haben wir den Rahmen für das Projekt abgesteckt und erste Aktivitäten aufgenommen.

Nun wollen wir durchstarten. Um dies möglichst solide und gut abgestützt tun zu können organisieren wir ein Kickoff-Treffen, zu dem alle interessierten Personen eingeladen sind.

Den Nachmittag planen wir wie folgt:

  • Kurze Einführung ins Projekt und in den Stand der Arbeiten
  • Heisszeit-Kapitalismus: Welche Narrative prägen die aktuellen Debatten, und wie können wir darauf Einfluss nehmen? Kurze Einführung und Diskussion
  • Vorstellung der Module, die im Rahmen des Projektes bearbeitet werden
  • Drei-Jahres-Plan für das Heisszeit-Projekt: Vorschlag, ausführliche und ergebnisoffene Diskussion

Anmeldungen und Fragen erreichen uns unter heisszeit@denknetz.ch

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Nach den Kipp-Punkten

Wo steht die Klimaerhitzung, welches sind die wichtigten Entwicklungen? Sind Kipp-Punkte schon überschritten oder steht dies demnächst bevor? Die Physikerin, Philosophin und Klima-Aktivistin Annette Schlemm gibt einen ausführlichen Überblick über den Stand der Dinge. Eine Voraussicht auf das künftige Klima ist immer mit Unsicherheiten und Ungewissheiten verbunden. Dennoch muss davon ausgegangen werden, dass uns eine Zeit mit folgenreichen ökologischen Umbrüchen bevorsteht.

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Für einen nationalen Pflegestreik

Im November 2021 hatte die Schweizer Stimmbevölkerung mit deutlichem Mehr eine nationale Volksinitiative gutgeheissen, die eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal in Spitälern und Heimen verlangte. Doch bislang ist davon praktisch nichts umgesetzt worden. Damit bleiben die Pflegenden weiterhin einer hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt, was zu zahlreichen Berufsabgängen führt, den Pflegenotstand verschärft und die Pflegequalität bedroht. Deshalb schlägt die Denknetz-Arbeitsgruppe Gesundheitspolitikin einem Artikel in der Zeitschirft Widerspruch nun vor, einen nationalen Pflegestreik nach dem Muster der erfolreichen Frauenstreik-Tage zu organisieren, „der alle Bevölkerungsgruppen einschliesst und von einer möglichst breiten Koalition mitgetragen werden soll. Ein Streik also nicht einfach durch die Pflege, sondern für die Pflege.» Das hat viel mit der Heisszeit zu tun: Hitzetage, Belastungen durch Umweltgifte und Stress machen eine gute Gesundheitsversorgung noch wichtiger. Zudem braucht es neue Praxen der Mobilisierung, die in den kommenden Jahrzehnten eine entscheidende Rolle spielen müssen, wenn es zu gesellschafltichen Transformationen kommen soll.

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November 2025. Bund präsentiert neue Klimaszenarien Schweiz

Der Bericht beleuchtet ausschliesslich die meteorologischen Veränderungen. Er stellt fest, dass die Schweiz heisser, trockener und schneeärmer wird und künftig mit heftigeren Regenfällen kämpft. Wichtig ist die Feststellung, dass sich unser Land deutlich stärker aufwärmt als der globale Durchschnitt. Erwärmt sich dieser um drei Grad, so bedeutet dies für die Schweiz einen Anstieg um 4.9 Grad. Der bekannte Klimaexperte Reto Knutti vermutet im Tages-Anzeiger vom 5.11.25, dass wir gegenwärtig auf eine solche Erwärmung zusteuern.

Link zum Bericht Klimaszenarien Schweiz

Zuahme an Treibhaus-Gasen: 2024 ist ein Rekordjahr

Die jährlichen Treibhausgas-Emissionen müssten deutlich zurückgehen, um die Klimaerhitzung eindämmen zu können. Doch das Gegenteil ist der Fall: Laut dem neuesten Bericht der Meteorologischen Welt-Organisation (WMO) vom 16.10.2025 ist bei allen drei relevanten Treibhausgasen (CO2, Methan, Lachgas) die Zunahme noch nie so hoch ausgefallen wie im Jahr 2024. Die Befürchtung: Nicht nur bleiben die gesellschaftlich produzierten Emissionen hoch. Zusätzlich werden nun auch die Speicherkapazitäten derjenigen natürlichen Systeme geschwächt, die normalerweise hohe Mengen an Treibhausgasen absorbieren- zum Beispiel der Weltmeere. Damit droht sich die Klimaerhitzung nun zu beschleunigen.

Link zum Bericht der WMO  

Die politische Ökonomie der Heisszeit – eine Skizze

Wir befinden uns am Beginn einer historisch neuen Epoche. Sie wird von einer ökologischen Leitkrise geprägt, die in ihrer Unerbittlichkeit alles bisher Bekannte in den Schatten stellt. Als Bezeichnung für diese Epoche passt Begriff Heisszeit. Die folgenden, teilweise noch skizzenhaften Ausführungen beschäftigen sich mit der Politischen Ökonomie dieser Heisszeit und der Sprengkraft, die daraus entsteht – dies auch im Hinblick auf die drängende Frage, ob der erforderliche System Change in Klima- und Gesellschaftspolitik noch zur rechten Zeit gelingt.

Von Beat Ringger

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Climate Update: Jede Woche gebündelte Klima-Infos

Das Climate Update stellt wöchentlich Nachrichten zu allen Aspekten der Klimakrise aus der Schweiz und der ganzen Welt zusammen. Die Presseschau beginnt mit einer kurzen Einordnung, die eine Übersicht zu den wichtigsten Themen gibt. Die Beiträge lassen sich nach Themen und Stichwörtern filtern. Zudem empfehlen wir jede Woche eine Handvoll besonders interessanter Beiträge. Den Update kann abonniert werden.

Link zum Climate Update

Mensch oder Auto

Der Reduktion der Treibhausgasemissionen muss angesichts der anrollenden Klimaerhitzung oberste Priorität eingeräumt werden. In keinem anderen Bereich ist das ähnlich rasch möglich wie mit der Mobilitätswende im Verkehrsbereich – in diesem Text am Beispiel des Landverkehrs diskutiert. Im Landverkehr beruht das heutige Mobilitätsregime zu rund 70% auf Fahren mit dem privaten Auto. Der Wechsel von Autos mit fossilem Antrieb auf E-Autos verlagert die Probleme, statt sie zu lösen. Das private Auto muss deshalb ersetzt werden. Ein Mix von Langsamverkehr, öffentlichem Verkehr und Car-Sharing macht das möglich. Dafür müssen der öffentliche Verkehr, der Fahrrad- und der Fussverkehr auf den Strassen den Vorrang haben. Als besonders wirksam erachten wir es, jeweils eine Trasse der heutigen Autobahnen für den Ausbau des öffentlichen Fernverkehrs zu nutzen und den Privatverkehr auf die verbleibende Trasse zu reduzieren.

Von Max Fischer, Ruth Gurny, Véréna Keller-Dalang, Günther Latzel, Aline Masé, Beat Ringger

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Kreislaufwirtschaft

Eine kreislauforientierte Organisation der stofflichen Flüsse in Wirtschaft und Gesellschaft ist für das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen unerlässlich. Daran kann kein Zweifel bestehen. Neuere Konzepte der Kreislaufwirtschaft sind jedoch oft schwammig. Was aber ist erforderlich, damit es nicht bei neuen Varianten des Greenwashing bleibt? Was ist erforderlich, um die Kreislaufwirtschaft zu einem der zentralen, unhintergehbaren Prinzipien ökonomischer und gesellschaftlicher Gestaltung zu machen? Auf der Suche nach Antworten entwickeln die Autor:innen das hier erstmals beschriebene Konzept der Transformationsagenturen.

Von Laurenz Bu, Alterto Cerri, Martin Gallusser, Stefan Leins und Beat Ringger

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12-Millionen-Schweiz: Eine solidarische Perspektive

Die Schweiz ist eines der reichsten Länder und befindet sich in einer gemässigten Klimazone. Sie wird früher oder später wahrscheinlich mit einer hohen Zahl von  Klima-Geflüchteten konfrontiert und wird viele Menschen aufnehmen müssen, weil sie sich der wachsenden Not nicht verschliessen kann. Dem gilt es Rechnung zu tragen. Mit der Chiffre einer Zwölf-Millionen-Schweiz wollen wir genau dies tun. Die Chiffre steht für eine offene und solidarische Politik, die das Bestmögliche unternimmt, um Menschenleben zu retten und zu bewahren. Sie steht für die Bereitschaft, Leben zu schützen, statt einen Kampf aller gegen alle zu führen, Probleme also anzupacken, statt sich abzuschotten. Ebenso steht sie für den Ausstieg aus den enormen strukturellen Verschwendungen, die den Spätkapitalismus kennzeichnen.

Von Max Fischer, Ruth Gurny, Günther Latzel und Beat Ringger

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Das System Change Klimaprogramm

Sommer 2019: Die Klima(streik)-Bewegung befindet sich auf ihrem Höhepunkt. Ein zentraler Slogan lautet: System Change statt Climate Change. Wie aber kann dieser System Change in Gang gebracht werden? Das ist die zentrale Frage im Denknetz-Buch, das im September 2019 erscheint – und seither nichts von seiner Aktualität eingebüsst hat. Im Buch wird diskutiert, wo der Hebel angesetzt werden muss, und wo ein Scheitern vorprogrammiert ist. Es skizziert 27 Massnahmen, die geeignet sind, einen System Change in Gang zu bringen – vor allem dann, wenn sie im Verbund umgesetzt werden.

Link zur Buchseite

Das Projekt in 24 Sätzen

Die Klimaerhitzung lässt sich nicht mehr vollständig eindämmen. Drei Grad mehr bis 2050 sind möglich. Was heisst das für die Zukunft, für Umweltbewegte, für fortschrittliche Politik? Das sind die Leitfragen des Projektes Heisszeit.

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Hintergrund

Die Welt tritt in eine Heisszeit: Klimaerhitzung, autoritäre Machtpolitik und wachsende Ungleichheit verschränken sich zu einer globalen Polykrise. Das Denknetz schafft mit dem Projekt HEISSZEIT einen Raum für Analyse, Debatte und strategische Antworten. Wir fragen, wie Gesellschaft, Demokratie und Alltag im Hitzestress überleben können – und welche solidarischen Gegenkräfte nötig sind.

Auf dem Laufenden bleiben mit einer Anmeldung bei heisszeit@denknetz.ch.

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